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Genug mit dem Bolzplatz: FC Gundelsdorf wird 60

Gundelsdorf - Dem FC Gundelsdorf stehen Festtage bevor. Vom 20. bis zum 22. September feiert der Gundelsdorfer Traditionsverein sein 60-jähriges Vereinsjubiläum.


In den Jahren 1958 und 1959 setzte sich in Gundelsdorf immer mehr die Überlegung durch, einen eigenen Fußballverein zu gründen, um endlich einen regelmäßigen und geordneten Spielbetrieb aufnehmen zu können. All die Jahre zuvor war insbesondere die fußballbegeisterte Gundelsdorfer Jugend gezwungen, ihrem Sport auf abgemähten Wiesen oder ab 1958 auf dem Bolzplatz auf dem Tagberg nachzugehen.
Ob dieser schlechten Verhältnisse schlossen sich auch die älteren Spieler, die beim SSV Petersdorf oder dem TSV Alsmoos spielten, der Idee einer Vereinsgründung an. Es waren vor allem vier dieser auswärts spielenden Senioren, auf deren Initiative hin der FC Gundelsdorf aus der Taufe gehoben wurde. Mitte des Jahres 1959 fand im Gasthof Zur Krone in Gundelsdorf ein Kameradschaftstreffen mit Tanz statt. Auf dieser Veranstaltung fassten die anwesenden Spieler, unterstützt von den anwesenden Anhängern, den Entschluss, den schon lange gehegten Wunsch nun auch in die Tat umzusetzen. Für den 2. Oktober des Jahres wurde eine Versammlung einberufen, die ohne schriftliche Formalitäten den FC Gundelsdorf gründete. Die Gründungsmitglieder waren Paul Assenbrunner, Stefan Baumgartner, Geistlicher Rat Albert Beck, Andreas und Konrad Brieschenk, Josef Fritz, Martin Funk, Adolf und Anton Heinz Johann Heigemeir, Melchior Helmle, Isidor und Josef Kastl, Peter Kammerer, Otto Kigle, Ludwig Lesti, Alois und Rudolf Lerner, Ulrich Mayr, Georg Mahl, Thomas Mayr, Georg Mörtl, Anton Piller sen. und jun., Erich Pilz, Reim Lorenz, Johann und Josef Riwan, Fritz Schaller, Johann Schäfer, Johann Schmid, Anton Schmidberger, Bruno Seelig, Kaspar Seitz, Anton Spangler, Michael Strobl, Georg Sprang, Josef Straßmeir, Josef Steinbichler, Helmut Vogel, Anton Weiß und Josef Zettl.
Die Wahl der Vorstandschaft erwies sich als unproblematisch. Zum Vorsitzenden wurde Georg Mörtl gewählt, sein Stellvertreter wurde Paul Assenbrunner. Zum Abteilungsleiter bestimmte die Versammlung Helmut Vogl und zum Kassier Kaspar Seitz. Das Amt des Schriftführers wurde dem Lehrer Bruno Seelig übertragen. Zum Platzwart wurde Josef Zettl bestimmt. Nun galt es, die auf der Gründungsversammlung gefassten Beschlüsse zu verwirklichen. Doch es fehlte am Anfang an allem. Aber Einsatzwille und Kameradschaft halfen, über den Berg von Schwierigkeiten langsam hinwegzukommen. Für die Saison 1960/61 wurde eine erste Mannschaft zum Spielbetrieb in der C-Klasse Aichach angemeldet.

Von Josef Mörtl


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Veröffentlicht am 18.09.2019 09:13 Uhr




 

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