Aindling    

TSV konsolidiert sich weiter

Aindling (jok) Nur 54 Mitglieder kamen am Freitagabend zur 73. Mitgliederversammlung des TSV Aindling. Gerade bei einer solch wichtigen Versammlung, in der es um die nächsten Jahre geht, hätten sich die Verantwortlichen eine größere Resonanz gewünscht. Denn Neuwahlen der Vorstandschaft standen auf der Tagesordnung.


Bürgermeister Tomas Zinnecker, Petra Wackerl und Josef Gamperl bildeten den Wahlausschuss. Bereits im Vorfeld hatten Geschäftsführer Anton Stollreiter und Finanzchef Thomas Schlecht angekündigt, ihre Posten abzugeben. Bei den Neuwahlen konnten beide Ämter nicht besetzt werden. Für weitere zwei Jahre bleibt Ludwig Grammer Präsident. Den Posten Vorstand Anlagen hat weiterhin Stefan Riegl inne, Vorstand Veranstaltungen ist Hedwig Stadlmeier, Vorstand Spielbetrieb Josef Kigle.
Die Abteilungsleitung Fußball konnte mit Daniel Tschech und seinem Stellvertreter Gottfried Huber neu besetzt werden. Schriftführerin ist Susanne Heinrich, Kassier Leni Groß, Technischer Leiter Roland Wackerl, Zweiter Kassier Anton Riegl, Zweite Schriftführerin/Mitgliederverwaltung Rosmarie Stollreiter, Jugendleiter Joachim Grammer, Ehrenamtsbeauftragter Thomas Grammer, Kassenprüfer Rudolf Seiler und Hermann Spieß, Platzwarte Joachim Grammer, Roland Wackerl und Franz-Josef Kronenberg, zuständig für die Grünanlagen Bernhard Thrä und Harry Bittner, Pressewart Josef Kigle, Platzkassiere Anton Riegl und Josef Leopold, Beitragskassier Josef Pauker, Leiter Ordnungsdienst Stefan Riegl
Nach den Wahlen bedankte sich Präsident Ludwig Grammer für das Vertrauen, allerdings fand er es sehr schade, dass zwei ganz wichtige Posten nicht besetzt wurden. Man werde weiter suchen - gerade im Hinblick auf die nächsten Wahlen 2021, wenn es laut Grammer doch größere Veränderungen geben könnte.
Zuvor hatte der alte und neue Präsident seinen Jahresbericht abgeliefert. Zwar bedauerte er den Rückgang bei den Mitgliedern, aber in jeder Abteilung werde mit vollem Einsatz gearbeitet. Die Abteilung Volleyball kämpfe ums Überleben, der Gymnastik hat man wieder etwas mehr Leben eingehaucht und bei den Stockschützen laufe es sehr gut. Keine Probleme gebe es bei der Tennisabteilung, die 2018 einige Bauvorhaben absolviert hat. Auch an der Sportanlage selbst wurde wieder Hand angelegt, Platz 2 und das Stadion wurden im Sommer generalüberholt, die Tribüne wurde an den Wetterseiten mit einer Schutzhülle aus Blech versehen. Hier ging ein Dank an Willi Niedermeier aus Schönleiten, der ein intensiver TSV-Fan ist. Einen Dank sprach Grammer auch allen Ehrenamtlichen aus, den Sponsoren, den Werbepartnern, den Gönnern und Freunden des Vereins. "Besucht öfter das Sportheim, es ist die Heimat des Vereins, und der Verein lebt mit diesem Heim", bat Grammer.
Bürgermeister Tomas Zinnecker dankte allen Ehrenamtlichen für den Einsatz und das Engagement beim TSV Aindling, bescheinigte der Vereinsführung sehr gute Arbeit. Auch er hofft, dass es sportlich wieder aufwärts gehe. Die Gemeinde werde immer zu ihren Vereinen stehen. Der Vorstand Geschäftsführung, Anton Stollreiter, berichtete zum letzten Mal über den Mitgliederstand: derzeit sind es 771. Im vergangenen Jahr gab es 90 Austritte, aber auch 77 Neuzugänge.
Thomas Schlecht, verantwortlich für die Finanzen, hatte nur positive Zahlen zu vermelden. Der Verein habe sich finanziell gut entwickelt, man habe im letzten Jahr wiederum eine große Summe an Verbindlichkeiten abgebaut und stehe so gut da wie seit vielen Jahren nicht mehr. Gehe der Trend so weiter, könne man etwa 2023 alle Verbindlichkeiten abgebaut haben. Acht Jahre habe er die Finanzen verwaltet ,in dieser Zeit seien die Verbindlichkeiten bereits um eine mittlere sechsstellige Zahl verringert worden. Die Kassenprüfer Rudolf Seiler und Hermann Spieß berichteten von einer sauberen und übersichtlichen Kassenführung.
Stefan Riegl als Vorstand Anlagen legte in seinem Bericht die einzelnen Baumaßnahmen dar. Grammer erklärte, warum man ein Sportgerätelager bauen möchte. Dieses zwölf mal acht Meter große Lager werde in Holzbauweise auf Platz 2 in das Eck Richtung Stadion gebaut, bekomme ein Fundament und eine Bodenplatte. Die Kosten belaufen sich auf 40 000 Euro, wobei viel Eigenleistung eingeschlossen ist. Man werde Zuschüsse beantragen und hoffe auf Spender. Laut Grammer ist der Lagerschuppen nötig, weil das alte Sportheim an die Gemeinde verkauft wurde. Hier bauen der Musikverein und die Schützen ein neues Heim, deshalb müsse auch die bisherige Lagerhalle hinter dem alten Sportheim abgerissen werden. Die Mitglieder bevollmächtigten das Präsidium einstimmig, in einem bestimmten finanziellen Rahmen über die Baumaßnahme zu entscheiden.
Die Tennisabteilung hatte beantragt, dass der Zusatzbeitrag für Jugendliche bis 17 Jahre bei Mitgliedschaft beider Elternteile im Verein wegfallen solle. Auch dies wurde einstimmig angenommen. Siegfried Hörmann wünschte sich generell einen Familienbeitrag. Die Vorstandschaft will einen Vorschlag ausarbeiten. Auch wurde wieder der Wunsch an den Bürgermeister nach einer Halle oder einem Kunstrasenplatz herangetragen, den die Vereine der Gesamtgemeinde nutzen könnten. Allerdings werden hier wohl noch einige Jahre ins Land gehen, bis etwas Konkretes geschieht.
Laut Grammer will der TSV bei der Mitgliederwerbung neue Wege beschreiten und den Verein attraktiver machen. An der Versammlung nahmen auch Ehrenvorstand Horst Geier sowie die Ehrenmitglieder Günter Piesch und Josef Johler teil.
Berichte aus den Abteilungen folgen. Neuer Lagerraum nötig


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Veröffentlicht am 17.06.2019 00:00 Uhr




 

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