Aindling    

Kindergarten am Marktanger

Aindling - Durch den Zuzug junger Familien fehlen in Aindling Kinderbetreuungsplätze. Der Gemeinderat beschloss deshalb bereits im Juli 2018 den Bau einer neuen Einrichtung. Nun hat die Gemeinde sowohl die Standort- als auch die Trägerfrage geklärt. Der Kindergarten soll nördlich der Gaulzhofener Straße beim Baugebiet Marktanger entstehen. Das führte bei der Sitzung am Dienstagabend erneut zu Diskussionen.


Josef Settele brachte abermals seinen Wunsch zum Ausdruck, die neue Einrichtung im Ortsteil Gaulzhofen zu errichten, um Familien aus dem südlichen Aindlinger Raum (Arnhofen, Hausen, Neßlach, Stotzard, Weichenberg) eine weitere Anfahrt zu ersparen. Auf diese Diskussion wollte sich Bürgermeister Tomas Zinnecker nicht wieder einlassen. "Das haben wir mehrheitlich beschlossen", erinnerte er.
Karl Gamperl wandte ein, der Neubau sollte etwas südlicher in eine Baulücke gesetzt werden und nicht zwischen Gaulzhofener Straße und Litzelbach. "Das stört das Landschaftsbild. Die Straße sehe ich als Raumkante, da passt kein Bau rein", tat der Bauingenieur kund. Damit gab er auch einem Einwand des Sachgebiets Naturschutz, Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Aichach-Friedberg recht. Die Stelle hatte die angedachte Fläche nicht als geeignet eingestuft, da es sich um ein Grundstück in der Bachaue des Litzelbaches handeln soll. Das sehen der Großteil des Aindlinger Gemeinderates und auch das staatliche Bauamt anders. Für beide steht einem beschleunigten Verfahren in dieser Angelegenheit nichts im Wege. Es handele sich um eine Innenverdichtung, also eine Maßnahme im Bereich der vorhandenen Siedlungsstruktur (Maktanger), so die beiden Parteien. Normalerweise heißt das auch, dass keine Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen. In diesem Fall ist das Grundstück aber bereits eine Ausgleichsfläche und muss eventuell doch in einer Form ausgeglichen werden.
"Ich finde der Naturschutz hat recht. Für mich ist es keine Innenverdichtung", betonte Gamperl indes. Da der Markt die Planungshoheit hat und somit die Stellungnahmen nicht berücksichtigen muss, bleibt die Entscheidung letztlich in seinen Händen. Also beschloss der Gemeinderat mit den Gegenstimmen von Karl Gamperl und Josef Settele die Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren durchzuführen.
Von Tanja Marsal


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Veröffentlicht am 31.05.2019 00:00 Uhr




 

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