Affing    

Jugend weicht aus

Affing - Aus gegebenen Anlass regte Marine Sarcone in der Sitzung des Affinger Gemeinderats am vergangenen Dienstag an, einen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche zu schaffen und dachte dabei an eine Art Bewegungspark. Das Problem aktuell: Grüppchenweise würden sich die Jugendlichen vor allem im Bereich der Schule oder beim Edeka aufhalten.


Diese "leidige Beobachtung" hat auch Bürgermeister Markus Winklhofer gemacht. "Wir haben ein Problem im Bereich des Schulgeländes". An der Mittagsbetreuung wurde der frische Rasen kaputtgefahren, auch eine Bank wurde beschädigt. "Die hängen halt rum, weil es sonst nichts gibt, keine Vereine, nichts". Bei allem Verständnis für die Corona-bedingte Langeweile, höre der Spaß dann auf, wenn Sachbeschädigung losgehe. Paul Moll regte an, die Beleuchtung an der Mittagsbetreuung auszuschalten, dann erledige sich das Problem von selbst.

Klärschlammverbrennung: In Gersthofen soll eine thermische Klärschlammverwertungsanlage entstehen. Auch in Affing werde dieses Thema immer drängender, meinte Bürgermeister Markus Winklhofer. Die Ausbringung auf den Feldern sei politisch nicht mehr gewollt, was er für richtig hält. Doch entsorgt werden muss der Klärschlamm dennoch. Auch Josef Tränkl hält die Verbrennungslösung für eine sinnvolle Variante. Dennoch regte er an, genauer nachzusehen, inwieweit das Gemeindegebiet, speziell Anwalting, von den Immissionen einer solchen Anlage betroffen sei. Laut Verwaltungsleiter Bernhard Frank sei das ohne die Expertise eines Sachverständigen aber kaum möglich. Man einigte sich schließlich auf eine allgemein formulierte Stellungnahme, wonach die Filtertechnik immer auf Stand der Technik sein müsse und einen Auflagenvorbehalt.

Gebühren: 2016 hatte der Gemeinderat die Gebühren für Wasser und Abwasser erhöht, mit dem Ziel, das aufgelaufene Defizit abzubauen. Eingetreten ist das Gegenteil: Bei der Wasserversorgung kam ein Minus von 770 000 Euro zusammen, beim Abwasser von 1,4 Millionen Euro. Wie berichtet, empfahl der Finanzausschuss dem Gemeinderat, eine neue Kalkulation in Auftrag zu geben. Dem schloss sich der Rat am Dienstagabend an. Nur Rudi Fuchs stimmte dagegen: Er ist der Ansicht, so etwas sei Sache der laufenden Verwaltung, die Kalkulation müsse alle vier Jahre automatisch erfolgen - da brauche es keinen Gemeinderatsbeschluss. vga


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Veröffentlicht am 01.03.2021 16:36 Uhr