Handball    

TSV-Handballer ein gerngesehener Gast

Schwabmünchen - Es bleibt dabei: Die Aichacher Bezirksoberliga-Handballer können in dieser Saison auswärts einfach nicht gewinnen. Trotz einer engagierten Leistung und eines alle überragenden Konstantin Schön, der gleich elf Treffer beisteuerte, zogen die Mannen von Trainer Manfred Szierbeck beim TSV Schwabmünchen nicht nur mit 24:30 (10:13) den Kürzeren, sondern kassierten damit im sechsten Auswärtsspiel die sechste Niederlage.


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Schwabmünchens Deckung bekam Konstantin Schön (links) nur selten in Griff. Der Aichacher Rückraumspieler traf zwar elf Mal, aber der TSV zog mit 24:30 in einem Auswärtsspiel wieder einmal den Kürzeren. Foto: Siegfried Kerpf


"Vom Auftreten meiner personell geschwächten Mannschaft bin ich dennoch nicht enttäuscht", betonte Szierbeck nach Spielende. "Wären wir komplett gewesen, hätten wir durchaus eine Chance gehabt." Bekanntlich musste der 54-Jährige auf die beiden Urlauber Thomas Bauer und Lorenz Hartl verzichten. Zudem stand Abwehrchef Oliver Huber, der sich vor einer Woche in Göggingen bei einer unglücklichen Abwehraktion vermutlich einen Meniskuseinriss im linken Knie zugezogen hat ("Die Art und Schwere der Verletzung erfahre ich erst am kommenden Freitag nach einer MRT-Untersuchung"/Huber), in den ersten 45 Minuten nicht zur Verfügung.
"Phasenweise hat sich unsere Abwehr gegen die brandgefährlichen Schwabmünchener Rückraumschützen stark präsentiert und gut dagegengehalten", stellte Szierbeck seiner Defensive ein prima Zeugnis aus. Nicht zufrieden war er jedoch mit der Chancenverwertung, vor allem von der Linksaußenposition. "Hätten wir von dort unsere Möglichkeiten besser genutzt, wäre die Partie bestimmt offener gewesen".
Durch den ganz stark aufspielenden Schön gingen die Gäste zunächst in Führung und behaupteten ihren Vorsprung bis zur 14. Minute (5:4). Dann aber ergriffen die Menkinger mehr und mehr die Initiative, bogen den Rückstand um (8:6, 11:9) und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause kontinuierlich auf 13:10 aus.
Auch nach dem Wechsel ließen die Gastgeber nichts anbrennen. Zumindest nicht bis zur 48. Minute, als Spielmacher Peter Bürgle sein Team scheinbar vorentscheidend mit 23:18 in Front warf. Doch durch einen 3:0-Lauf binnen zweieinhalb Minuten kamen die Aichacher urplötzlich auf 21:23 (52.) heran und hatten sogar die Chance auf den Anschlusstreffer, als die beiden Schiedsrichter Bennet Vathke und David Walter auf den Plan traten. Zwei umstrittene Zeitstrafen gegen Michael Kügle und Christoph Huber sowie ein fragwürdiger Siebenmeter, den Leonhard Scholz zum 24:21 verwandelte, brachten die Heimischen endgültig zurück in die Erfolgsspur, von der sie sich nun nicht mehr abbringen ließen. "Immer dann, wenn wir dran waren, haben die beiden Schiris mit nicht nachvollziehbaren Maßnahmen eingegriffen und gegen uns entschieden", polterte Szierbeck los. "Die mögen uns einfach nicht", pflichtete ihm Christoph Huber erzürnt bei.
"Sei's wie's sei, wir haben trotzdem verdient gewonnen", stellte Schwabmünchens Coach Malte Knoke, der ebenfalls auf drei verletzte Stammspieler verzichten musste, hernach fest. "Aichach war nicht schlecht, aber am Ende hat sich die größere Routine durchgesetzt".
Zum Schluss hat es Szierbeck im Tor noch einmal mit Martin Freiding probiert, aber diese Maßnahme hat nichts mehr gebracht. "Am kommenden Samstag müssen wir zu Hause gegen Lauingen-Wittislingen unbedingt punkten", fordert Szierbeck von seiner Truppe höchste Konzentration für ein richtungsweisendes Spiel im Kampf um den Klassenerhalt ein. "Mit der gleichen Einstellung wie heute sollte uns dies auch gelingen."
TSV Schwabmünchen: Hübenthal, Winter, Mürbeth; Reinsch (4), Bürgle (6), Brugmoser (1), Hänsel (3), Thoma (5), Scholz (5/4), Reichenberger (4), Boppel (1), Fetahu (1).
TSV Aichach: Chikh, Freiding; Kügle (1), Stubner (4), Oliver Huber (3), Johannes Euba (2), Schön (11/3), Breitsameter, Vinzenz Hartl (2), Geisreither, Christoph Huber (1).
Schiedsrichter: Bennet Vathke, David Walter (beide Augsburg) - Zuschauer: 150 - Siebenmeter: 4/4 - 3/3 - Zeitstrafen: 4 - 4.

Von Karl Böck



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Veröffentlicht am 19.01.2020 19:06 Uhr



 
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