Augsburg    

Erste Corona-Impfungen im Augsburger Impfzentrum

Augsburg - Die mobilen Impfteams der Stadt haben bis zum Dienstag 2230 Augsburger gegen das Coronavirus geimpft. Am 27. Dezember hatten die Teams mit den ersten Impfungen im Stadtgebiet begonnen. Seit Mittwoch hat nun auch das Augsburger Impfzentrum auf dem ehemaligen Fujitsu-Gelände seinen Betrieb aufgenommen.


Dennoch wird es wohl auch für viele Patienten mit hoher Impfpriorität noch länger dauern, bis sie im Wartebereich des Impfzentrums Platz nehmen können.
Denn obwohl in dem Zentrum, das von der Augsburger Bäuerle Ambulanz betrieben wird, in seiner Vollauslastung einmal bis zu 1500 Patienten pro Tag geimpft werden sollen, müssten dazu erst einmal deutlich größere Mengen an Impfstoff angeliefert werden. Auch das Personal muss wohl zunächst nach und nach aufgestockt werden. Deshalb waren zum Impfstart von Beginn an zunächst nur mobile Impfteams und dann rund 250 Impfungen pro Tag im Impfzentrum vorgesehen.
Am Mittwoch ging das Impfzentrum nun erstmals in Betrieb. Einige Mitarbeiter der Augsburger Rettungsdienste bekamen den Impfstoff der Firmen Biontec und Pfizer dort bislang gespritzt. Die Augsburger Uniklinik impft ihre priorisierten Mitarbeiter direkt im Krankenhaus. Und die mobilen Impfteams sind weiterhin vor allem in den Pflegeheimen unterwegs, um dort die Bewohner gegen das Virus zu immunisieren. Insgesamt erhielten so bis Dienstag 2230 Augsburger die erste Impfdosis. Die Termine für die jeweils zweite Impfung seien bereits vereinbart.
Die weitere Auslieferung des Impfstoffes folge nun "sukzessive", so die Stadt Augsburg in einer Pressemitteilung. Die Möglichkeit für weitere Impfungen sei aber an die Menge des vorhandenen Impfstoffes gekoppelt, der vom Freistaat aktuell auf Grundlage der Bevölkerungszahl verteilt wird. Die nächste Impfstofflieferung werde Augsburg am Samstag erhalten, so die Stadt. Rund 970 weitere Impfdosen soll die Bäuerle Ambulanz dann wohl erhalten. Diese zusätzlichen Impfungen seien bereits ausschließlich für weitere Bewohner der Altenheime eingeplant, die als besonders gefährdet gelten.
Über 80-Jährige, die nicht in einer Betreuungseinrichtung leben, sollen dann im Impfzentrum ihre Spritzen erhalten, "sobald genügend Impfstoffdosen vorhanden sind", so die Stadt Augsburg. Alle Augsburger, die vor dem 31. Dezember 1940 geboren sind, werden per Post Informationen zu den Impfungen erhalten. Erklärt werden soll etwa auch, wie ein Termin im Impfzentrum vereinbart werden kann.
"Wir bitten alle um Geduld, auch die Angehörigen der Bevölkerungsgruppen mit einer hohen Impfpriorität, die die Möglichkeit zur Impfung verständlicherweise kaum erwarten können", appelierte Augsburgs Sozialreferent Martin Schenkelberg an die Bevölkerung. "Bitte haben Sie Vertrauen." Im Augsburger Impfzentrum sei alles gut für den allgemeinen Impfstart vorbereitet. "Wir sind dabei, die Pandemie und ihre Folgen zu überwinden", glaubt der Referent. Aktuell seien dazu aber auch weiterhin die bekannten Strategien zur Bewältigung der Pandemie wie die Aha-Regeln wichtig.
Zum Impfstart hat auch die Stadt Augsburg eine erste positive Bilanz gezogen. Die ersten Impfungen seien gut gelungen, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber. Zu verdanken sei dies vor allem dem Team der Bäuerle Ambulanz und den Mitarbeitern der Pflegeeinrichtungen. "Und ein ausdrücklicher Dank geht auch an alle, die sich impfen lassen, um damit sich selber zu schützen und die Ausbreitung des Virus im Bereich der Pflegeinrichtungen zu stoppen", so Weber. "Wir appellieren an alle, die vielleicht beim Gedanken an die Impfung noch zögern, ihre skeptische Haltung zu überdenken." Sozialreferent: Stadt ist gut vorbereitet

Von Laura Türk


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Veröffentlicht am 07.01.2021 17:20 Uhr