Augsburg    

Corona kann zu Problemen im Winterdienst führen

Augsburg - Die Corona-Pandemie schränkt in diesem Winter nicht nur die Freizeitmöglichkeiten und das öffentliche Leben mit beispielsweise abgesagten Weihnachtsmärkten ein, sondern auch auf den Straßen ist Vorsicht geboten. Die Stadt Augsburg warnt nun davor, dass es aufgrund der aktuellen Pandemielage zu Personalengpässen im Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (AWS) und damit zu Einschränkungen im Winterdienst kommen kann.


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Gut gerüstet ist der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb.der Stadt Augsburg mit 51 Streu- und Räumfahrzeugen. Foto: Patrick Bruckner


Dieser konzentriert sich in erster Linie auf die Hauptverkehrsstraßen. So haben Straßen mit Öffentlichem Personennahverkehr, hohem Verkehrsaufkommen und gefährliche Stellen wie etwa Kreuzungen und Fußgängerüberwege Priorität. Erst im Anschluss wird der Winterdienst je nach Verkehrsbedeutung auf weitere Straßen in der Stadt ausgedehnt.
In einem durchschnittlichen Winter kommt es nach Angaben der Stadt zu etwa 80 Streu- und Räumeinsätzen. Im vergangenen Winter hat der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb 3628 Tonnen Salz und 395 Tonnen Split gestreut.
Vor allem auf den Umweltschutz habe man sich in den vergangenen Jahren besonders konzentriert. "Mit der seit einiger Zeit abgeschlossenen Umstellung der Streugeräte auf elektronisch gesteuerte Geräte mit wegabhängiger Salzdosierung von 5 bis 40 Gramm pro Quadratmeter und der Einführung der Feuchtsalzstreuung ist eine gezielte, salzsparende und reaktionsschnelle Bekämpfung von Eis- und Schneeglätte möglich", teilt die Stadt mit.
In dieser Saison bestreiten 219 Mitarbeiter den Winterdienst. Insgesamt 29 Saison- und 30 Aushilfskräfte unterstützen den AWS, der entsprechend der Wetterlage ab 4 oder 5 Uhr mit 20 großen Räum- und Streufahrzeugen sowie 27 kleinen Mehrzweckfahrzeugen auf den Straßen sowie Geh- und Radwegen im Einsatz ist. Eine Stunde später machen sich 25 mobile Gruppen mit der Schneeschaufel an Haltestellen, Treppen und Gehwegen an die Arbeit.
Für diesen Winter hat die Stadt in den Wertstoff- und Servicepunkten 1500 Tonnen Splitt, 2500 Tonnen Splitt-Salz-Gemisch und 7000 Tonnen Salz eingelagert.
Sollte es aufgrund von Corona-Infektionen und Quarantänemaßnahmen zu Engpässen kommen, plant die Stadt, Mitarbeiter aus anderen Bereichen umzuschichten und zusätzlich private Unternehmen zu engagieren. Sofern dieser Fall eintritt, würden die Bürger jedoch umgehend informiert. "Bürger werden daher für diesen Winter gebeten, ihr Verhalten im Straßenverkehr ganz besonders den aktuellen Witterungsverhältnissen anzupassen", betont die Stadt und weist in diesem Zusammenhang auf die Räum- und Streupflicht der Grundstücksanlieger auf öffentlichen Gehwegen hin. 7000 Tonnen Salz auf Lager

Von Patrick Bruckner


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Veröffentlicht am 29.11.2021 17:26 Uhr