Augsburg    

8000 Bewerber, 84 Plätze

Augsburg - 42 000 junge Menschen möchten ab Herbst irgendwo in Deutschland Medizin studieren. Obwohl das Studium an der Universität Augsburg heuer erstmals angeboten wird und es mithin keine positiven Erfahrungsberichte darüber geben kann, haben mehr als 900 künftige Studenten bei der Frage nach der Standortwahl Augsburg priorisiert. Insgesamt haben sich mehr als 8000 Bewerber um einen Platz in Augsburg beworben. Darauf ist die Uni stolz.


Wer in Deutschland Medizin studieren möchte, muss sich dem zentralen Vergabeverfahren unterwerfen. Das ist jetzt abgelaufen, die Zahlen liegen aktuell vor. Demnach können sich genau 8199 von insgesamt 41 791 künftigen Studenten vorstellen, die Kompetenzen für den Arztberuf in der Fuggerstadt zu erwerben. Platz gibt es jedoch nur für 84 von ihnen. Sie werden im Oktober ihr Studium im bayernweit ersten humanmedizinischen Modellstudiengang beginnen. Im Endausbau der Fakultät werden dann 1500 Nachwuchsmediziner an der Uni Augsburg studieren.
"935 Studieninteressierte der Humanmedizin haben die Universität Augsburg bei ihrer Standortwahl auf den ersten Platz gesetzt. Damit sind wir aus dem Stand heraus ebenso attraktiv wie traditionsreiche Medizinstandorte", freut sich die Präsidentin der Universität Augsburg, Professorin Sabine Doering-Manteuffel. Dieser Erfolg sei dem innovativen Konzept, das dem Modellstudiengang zugrunde liege, den sehr guten Startbedingungen und den interessanten Forschungsschwerpunkten zu verdanken. Dies alles sei für die Bewerber augenscheinlich sehr attraktiv gewesen. "Wir wollen die Studierenden optimal auf ihre künftige Rolle als Ärztinnen und Ärzte vorbereiten und ihnen zugleich spannende Einblicke in die Forschung gewähren", führt die Präsidentin aus.
Die ersten Studierenden an der weiteren Ausgestaltung des Studiengangs beteiligen möchte die Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät, Professorin Martina Kadmon: "Uns liegt sehr daran, gemeinsam mit unseren Studierenden unser Konzept mit Leben zu füllen und weiterzuentwickeln." Als Besonderheiten in Augsburger nennt sie den frühen Einblick in die medizinische Praxis sowie die Verbindung von Grundlagendisziplinen mit klassischen klinischen Disziplinen. Besonderer Wert werde auf die wissenschaftliche Ausbildung der zukünftigen Ärzte gelegt. Sie sollen in der Lage sein, selbst zu forschen.

Von Monika Grunert Glas


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Veröffentlicht am 18.09.2019 09:13 Uhr




 

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