Aichach    

Lösung für Lechleite?

Derching - Möglicherweise gibt es doch eine Lösung im Fall des Derchinger Tierheims Lechleite. Wie berichtet, hatte das Landratsamt Aichach-Friedberg der Einrichtung Anfang April die Betriebserlaubnis entzogen. Grund war laut einer Pressemitteilung die Nichteinhaltung diverser Auflagen, vor allem im personellen Bereich.

lechleite

Gegen die Schließung wollte der Trägerverein "Verein gegen Tierversuche und Tierquälerei" klagen. Nun sagt dessen Rechtsanwalt Bernhard Hannemann: "Wir harren der Dinge." Offenbar zeichnet sich eine neue Lösung ab, weshalb der Jurist vorerst keine Klage gegen die Schließung einreichen will. Die Klagefrist läuft Anfang Mai ab.
Eine neue Tierärztin habe großes Interesse an der Leitung des Heims, erklärte der Augsburger Jurist im Gespräch mit der AICHACHER ZEITUNG. Sie stehe bereits in Kontakt mit dem Landratsamt, sagte Hannemann. Da die Tiermedizinerin aber noch in einem bestehenden Arbeitsverhältnis stehe, könnten genauere Details zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht öffentlich gemacht werden, sagt Hannemann.
Auch Wolfgang Müller, Sprecher des Landratsamts, bestätigt den Kontakt und auch, dass die Frau einen guten Eindruck hinterlassen habe. Allerdings betont Müller, reiche eine neue Tierheimleiterin nichts aus, um eine Wiederaufnahme des Betriebs zu gewährleisten. Denn neben der personellen Frage sei die inzwischen rechtskräftige Verurteilung der Vereinsvorsitzenden wegen Tierquälerei nicht einfach zu ignorieren.
Gerlinde Bitzl wurde im Dezember vor dem Aichacher Amtsgericht zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt. Wolfgang Müller betont, dass eine neue Leitung nicht ausreicht: So lange an der Spitze des Trägervereins eine Vorsitzende steht, die rechtskräftig wegen Tierquälerei verurteilt ist, sei eine Wiederaufnahme des Tierheimbetriebs nicht realisierbar. Neue Leitung reicht nicht aus, um den Betrieb wieder aufzunehmen

Von Tanja Marsal


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Veröffentlicht am 14.04.2019 23:00 Uhr




 

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