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Wohin mit der Blechlawine?

Friedberg - Wenn im kommenden Jahr Tausende von Gästen die Landesausstellung und das Wittelsbacher Schloss als Hauptveranstaltungsort besuchen wollen, steht Friedberg vor einem Problem: Wohin mit all den Autos, deren Fahrer nicht ortskundig sind und auf Stellplatzsuche zigmal im Kreis herumkurven?

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Zur Vermeidung eines Verkehrschaos wäre ein Parkleitsystem hilfreich, das allerdings einen stolzen Preis hat: Im Bauausschuss war kürzlich von bis zu 150 000 Euro die Rede, die es kostet, Bodensensoren beziehungsweise Kameras zu installieren. "Die Zeit drängt", sagte Bürgermeister Roland Eichmann.
Schon vor der Eröffnung des Schlosses war ausführlich über die Verkehrsproblematik diskutiert worden, denn die Burgwallstraße ist ein Nadelöhr: Sie ist die einzige Zufahrt zu den Parkplätzen direkt vor dem Stadtbad und zum größeren Parkplatz an der Abzweigung zum Leitenweg. Jenseits dieses Parkplatzes wurden absenkbare Poller platziert. Sie schirmen gemäß einer Vereinbarung zwischen Stadt und Nachbarn die Straße während Veranstaltungen im Schloss ab.
Die Stadt sieht nun zwei Möglichkeiten, die beide erheblichen Tiefbau-Aufwand für Masten, Leitungen und so weiter erfordern: Falls Kameras installiert werden, um die Zahl belegter beziehungsweise freier Parkplätze zu kontrollieren, sind auch eine bessere Beleuchtung sowie die Auswertung größerer Datenmengen nötig. Ein Problem dabei könnte auch die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen sein.
Die spielt bei der zweiten Variante keine Rolle, denn dabei würden die Fahrzeuge von Bodensensoren erfasst. Bei beiden Systemen sollen freie Parkplätze an der Kreuzung Burgwall- und Zeppelinstraße angezeigt werden. Leitsystem würde 150 000 Euro kosten

Von Peter Stöbich


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Veröffentlicht am 14.08.2019 08:49 Uhr




 

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