Handball    

Aichacher Freudentanz: Handballerinnen gewinnen BOL-Topspiel gegen Haunstetten 3

Aichach (jof) An Spannung war das Spitzenspiel in der BOL Schwaben zwischen den beiden bisher ungeschlagenen Teams aus Aichach und von Haunstetten 3 nicht zu überbieten. Letztendlich setzten sich die Gastgeberinnen mit einem hauchdünnen 26:25 (12:14) gegen die dritte Garnitur der Augsburger durch. Sie machten damit ordentlich Werbung für den Frauenhandball in Aichach.


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Ausgelassen feierten die Aichacher Handballerinnen nach der Schlusssirene mit ihren Trainern Martin Fischer (links) und Thomas Wonnenberg. Foto: Willi Baudrexl


Die Vorfreude auf dieses Spitzenspiel war groß im Aichacher Lager. Wie schon im Heimspiel drei Wochen zuvor gegen den TSV Gundelfingen war mit Haunstetten 3 ein Landesligaabsteiger und direkter Konkurrent um die Tabellenspitze zu Gast. Deshalb war für das Team von Martin Fischer und Thomas Wonnenberg von Beginn an klar, dass in den kommenden 60 Minuten nichts verschenkt wird. Dementsprechend motiviert starteten die Gastgeberinnen. Von Anfang an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Aichach legte bis zum 6:6 in der 13. Minute vor und Haunstetten zog nach. Dann wechselte die Führung. Nun warfen die Gäste einen Vorsprung heraus und die Paarstädterinnen mussten dranbleiben. Was die Gäste ihnen nicht leicht machten: Haunstetten gelang es stetig, Unstimmigkeiten in der Aichacher Defensive zu nutzen, um sich zwischenzeitlich mit drei Toren (9:12 und 10:13) abzusetzen. Doch die Heimischen ließen sich nicht abschütteln. So wurden beim Stand von 12:14 die Seiten gewechselt.
Fischer stellte seine Mädels in der Halbzeit gut auf die nächsten 30 Minuten ein. Vor allem die Abstimmungsprobleme in der Defensive wurden aufgearbeitet. Das Ergebnis war eine konzentrierte, engagierte und effektive Abwehrarbeit im zweiten Spielabschnitt mit einer Vildan Acar im Aichacher Tor, die sich in Topform präsentierte und somit ein wichtiger Baustein für den Sieg war. Vor allem nach Wiederanpfiff zeigten sich die Gastgeberinnen von ihrer besten Seite. Innerhalb von gut acht Minuten drehten sie die Partie und machten aus einem Zwei-Tore-Rückstand eine 19:16-Führung. Mit einer Auszeit konnte der Gästetrainer den Aichacher Lauf aber bremsen und der TSV musste den schnellen Anschlusstreffer zum 18:19 hinnehmen. Von da an verlief die Partie etwas ausgeglichener, mit leichten Vorteilen für Aichach.
In der Defensive kämpfte die gesamte Mannschaft um jeden Ball. Im Angriff war es in der ersten Hälfte Anna Mahl, die sich immer wieder erfolgreich durchsetzte, im zweiten Durchgang erwies sich ihre Schwester Lina als sehr treffsicher. Iris Kronthaler stellte die Gegnerinnen am Kreis immer wieder vor Probleme. So blieben die Aichacherinnen bis zehn Minuten vor Spielende stets in Führung, teilweise mit drei Toren (23:20 und 24:21).
Doch Haunstetten gab sich nicht geschlagen und kehrte eindrucksvoll zurück. Mit drei Treffern in Folge gelang den Gästen der Ausgleich und die Begegnung war sieben Minuten vor Schluss wieder völlig offen. Fast vier Minuten, im Handball eine lange Zeit, fiel auf beiden Seiten kein Tor. Haunstetten hatte sogar die Chance, durch einen Strafwurf in Führung zu gehen, vergab diese aber. Auf Aichacher Seite traf dagegen Lena Rappel zum 25:24, was die Augsburger aber postwendend egalisierten. Im Angriff darauf warf Lina Mahl das vielumjubelte 26:25. Die restlichen 100 Sekunden hielt die Aichacher Defensive stand, ließ keinen Treffer der Gäste mehr zu und konnte so am Ende einen glücklichen 26:25-Erfolg feiern.
Erwähnenswert ist, dass die Partie von nur einem Schiedsrichter geleitet wurde, der aber insgesamt nur zwei Zeitstrafen aussprechen musste, da beide Teams absolut fair agierten.
Somit entschied der TSV auch sein zweites Spitzenspiel mit nur einem Tor Vorsprung für sich und steht als alleiniger Tabellenführer der BOL fest. Doch schon kommenden Sonntag erwartet die Aichacherinnen die nächste schwere Aufgabe. Sie sind zu Gast bei der TSG Augsburg, die mit 10:2 Punkten an ihren Fersen hängt.
TSV Aichach: Vildan Acar, Nadja Ammalou; Iris Kronthaler (6/2), Tini Wonnenberg (1), Lina Schrempel, Iva Vlahinic (4), Anna Mahl (6), Lina Mahl (5), Lara Leis, Marie Holzapfel, Lena Rappel (1), Anna Euba, Marleen Bscheider (3). Vier Minuten lang fällt kein Tor



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Veröffentlicht am 11.11.2019 23:00 Uhr




 

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