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Veröffentlicht am 19.11.2023 14:12

Für den Frieden auf der Straße

Alle Ministranten hatten sich für den Lichterumzug mächtig ins Zeug gelegt und ein großes Transparent gemalt, auf dem das Wort Frieden in mehren Sprachen geschrieben stand.  (Foto: Brigitte Glas)
Alle Ministranten hatten sich für den Lichterumzug mächtig ins Zeug gelegt und ein großes Transparent gemalt, auf dem das Wort Frieden in mehren Sprachen geschrieben stand. (Foto: Brigitte Glas)
Alle Ministranten hatten sich für den Lichterumzug mächtig ins Zeug gelegt und ein großes Transparent gemalt, auf dem das Wort Frieden in mehren Sprachen geschrieben stand. (Foto: Brigitte Glas)
Alle Ministranten hatten sich für den Lichterumzug mächtig ins Zeug gelegt und ein großes Transparent gemalt, auf dem das Wort Frieden in mehren Sprachen geschrieben stand. (Foto: Brigitte Glas)
Alle Ministranten hatten sich für den Lichterumzug mächtig ins Zeug gelegt und ein großes Transparent gemalt, auf dem das Wort Frieden in mehren Sprachen geschrieben stand. (Foto: Brigitte Glas)

Manche Dasinger mögen sich am Samstagabend gewundert haben. Ungefähr 200 Bürger liefen mit Kerzen oder Martinslaternen durch die Wohngebiete. Ab und zu waren Lieder zu hören oder Jugendliche sprachen „Impulse“, also kleine Texte über die Krisengebiete dieser Welt. Es fand ein Lichterumzug für den Frieden statt.

„Frieden fängt im Kleinen an“, waren sich Bürgermeister Andreas Wiesner und Diakon Michael Popfinger einig. Die beiden hatten alle Bürger eingeladen - ausdrücklich alle, egal welcher Religion, Nationalität, politischer Zugehörigkeit oder welchen Alters - miteinander ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Etwa 200 Männer, Frauen und Kinder waren dem Aufruf gefolgt. Allen voran die Ministranten. Sie hatten ein großes Transparent angefertigt, auf dem „Frieden“ in mehreren Sprachen stand.

„Das was wir heute tun, ist eine Solidaritätserklärung mit den Menschen, die um ihr Überleben kämpfen“, sagte Popfinger. Frieden und Demokratie seien nicht selbstverständlich. Beides fange nicht irgendwo an, sondern beginne bei uns. Es gehe um den Frieden weltweit: Seit zwei Jahren herrsche Krieg in der Ukraine, jetzt im Gaza-Streifen, nicht zu vergessen seien die anderen Kriege anderswo. Viele Leute hätten Angst vor der Zukunft. „Wir stellen uns dieser Angst. Wir wollen die Angst besiegen. Indem wir auf die Straße gehen“, so der Diakon.

Dem schloss sich Blürgermeister Wiesner an: „Frieden ist unser Ziel, dazu braucht es Respekt und Toleranz. Nach den kurzen Ansprachen trugen die beiden Ministranten, der zehnjährige Jonas und sein neunjähriger Bruder Samuel, das Friedenstransparent durch die Straßen. Dahinter liefen rund 200 Lichterträger, die nicht nur aus Dasing gekommen waren. Beispielsweise auch der Rinnenthalerin Helma Stegmeir war es ein Herzensanliegen, dabei zu sein und für den Frieden und die Menschen in den Kriegsgebieten zu beten. Die Dasinger und ihre Gäste hätten „ein starkes Signal“ ausgesendet, sagte Wiesner.

Der Lichterumzug, das Wort „Demo“ wollte keiner verwenden, ist friedlich abgelaufen. Die Polizei Friedberg war zwar mit sieben Beamten vor Ort, begleitete den Umzug und regelte den Verkehr. Eingreifen mussten die Beamten nicht. Weitere Arbeit ist für die Polizei nicht angefallen.


Von Brigitte Glas
north