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Plesches Vertrag aufgelöst

Pipinsried - Roman Plesche wirkte gestern Mittag erleichtert, als er mit der Aichacher Zeitung telefonierte: "Ich bin froh, dass das jetzt alles reibungslos über die Bühne gegangen ist." Der 32-Jährige hatte kurz zuvor einen Auflösungsvertrag beim FC Pipinsried unterschrieben. Für leichte Irritationen hatte die Tatsache gesorgt, dass der Verein schon morgens um neun Uhr eine Pressemitteilung verschickt hatte, die die Trennung vorwegnahm. Plesche wollte diesen Fauxpas nicht kommentieren, meinte nur: "Es war eine schöne Zeit beim FCP."


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Bei der Zusammenstellung des aktuellen Teams bewies Roman Plesche - hier mit Top-Torjäger Pablo Pigl - ein besonders gutes Händchen. Foto: Horst Kramer


Der Kemptener und sein Kumpel Fabian Hürzeler hatten seit dem Frühjahr 2016 maßgeblich für den neuerlichen Aufschwung des Dorfklubs gesorgt, der nach dem plötzlichen Abgang von Tobias Strobl 2015 in ein Loch gestürzt war. Den beiden gelang 2017 der erstmalige Aufstieg in die Regionalliga. Höhepunkt ihrer Karriere war das Match gegen den TSV 1860 München am 8. Mai 2018 vor 7000 Zuschauern sowie der Verbleib in der vierten Liga. Der Abstieg in die Bayernliga stellte vor acht Monaten den Tiefpunkt dar. Nun steuert der FCP erneut die höchste Amateurklasse an, nicht zuletzt dank des maßgeblich von Plesche zusammengestellten Kaders.
Weiter erklärte der bisherige Sportliche Geschäftsführer der FCP GmbH: "Wohin ich gehe, weiß ich noch nicht. Mir liegen verschiedene attraktive Angebote vor. Ich habe keinen Druck." Auf Nachfrage bestätigte er eine Meldung der Aichacher Zeitung von gestern: "Es stimmt, dass ich nicht für Schwaben Augsburg tätig werde."
In der Pressemitteilung hatte sein Geschäftsführer-Kollege Uli Bergmann formuliert: "In einem konstruktiven Gespräch haben wir gemeinsam entschieden, die Zusammenarbeit in beiderseitigem Einvernehmen zu beenden. Wir sind Roman Plesche sehr dankbar für den Einsatz, den er in den letzten dreieinhalb Jahren für den FC Pipinsried geleistet hat." Bergmann verweist auf Plesches Verdienste beim Aufstieg und bei "weiteren Projekten". Zu denen zählten etwa die Sponsorenakquise, die VIP-Tribüne oder auch das Spielerscouting.
Plesche wird in der Pressemitteilung mit den Worten zitiert: "Ich verlasse den FC Pipinsried mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir haben gemeinsam viel erreicht und vor allem die aktuelle Mannschaft hat mir sehr viel Freude bereitet. Leider geht aber irgendwann jede Zeit zu Ende und ich verabschiede mich mit vielen positiven Erinnerungen. Ich wünsche dem FC Pipinsried alles Gute und bedanke mich für dreieinhalb tolle Jahre."
Gegenüber unserer Redaktion meinte er: "Vielleicht fahre ich jetzt erst einmal in Urlaub." Wahrscheinlicher jedoch ist, dass in Kürze ein höherklassig kickender Verein bekannt gibt, dass Plesche künftig für ihn tätig sein wird. Plesche und Hürzeler haben maßgeblichen Anteil am Aufschwung

Von Horst Kramer


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Veröffentlicht am 22.01.2020 16:45 Uhr



 
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