Inchenhofen    

Streit wegen Straßensanierung

Inchenhofen - Dass die Kornfeldstraße in Inchenhofen sanierungsbedürftig ist, darüber besteht im Leahader Gemeinderat kein Zweifel. Die Sache sei eindeutig, stellte Zweiter Bürgermeister Hans Schweizer (CSU/Freie Wähler) am Dienstag fest. Im gleichen Atemzug bat er aber darum, den Antrag der Fraktionsgemeinschaft Bürgerwille '84 auf Sanierung der Straße zu vertagen. Um einen konkreten Beschluss zu fassen, müsse man zunächst aber erst einmal unter die Erde schauen, sprich, es brauche eine Kostenschätzung durch ein Ingenieurbüro in Bezug auf den Zustand der Wasser- und Kanalleitungen. "Außerdem müssen wir schauen, ob wir als Gemeinde Leerrohre für eine Glasfaserleitung verlegen sollen oder ob das eine Firma übernimmt", erläuterte Schweizer die Gründe für eine Zurückstellung des Beschlusses.


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Die Kornfeldstraße in Inchenhofen ist ein Sanierungsfall. Foto: tw


Claus Trott vom Bürgerwillen '84 sah das anders. Man könne durchaus jetzt schon einen Beschluss fassen, der Antrag seiner Fraktion besage ja nur, dass die Straße saniert werden soll, das schließe weitere Maßnahmen (Kanal, Wasser, Breitband) nicht aus.
Unterstützung bekam Trott von seinem Fraktionskollegen Lorenz Nefzger. Der Gemeinderat beschäftige sich schon länger mit dem Thema, man müsse nun endlich Taten folgen lassen, und Bereitschaft zeigen, das Projekt anzugehen, meinte Nefzger.
Hans Schweizer wollte wissen, wie Nefzger sich das denn vorstelle? Man könne doch nicht jetzt die Asphaltdecke erneuern und im nächsten oder übernächsten Jahr müsse die Straße dann noch einmal aufgerissen werden, um etwa Leerrohre einzuziehen. Robert Müller stimmte Schweizer zu. "Wir müssen doch erst einmal wissen, welche Gesamtkosten da auf uns zukommen, ansonsten macht ein Beschluss doch keinen Sinn." Schweizer lenkte ein, man vertage einen Beschluss ja nur maximal auf die übernächste Sitzung. Am Ende einigten sich die Räte einstimmig auf das Vorgehen, den Antrag zu schieben, bis eine Kostenschätzung vorliegt.

Zuschuss für TSV: Der TSV Inchenhofen erhält von der Gemeinde einen Zuschuss über rund 11 300 Euro für den Neubau einer Flutlichtanlage sowie eines Tennisplatzes.

Mit 11:0 erteilte der Rat dem Bauantrag auf Umbau einer Lagerhalle in einen Verkaufsraum mit Stehausschank und Tiernahrung sowie WC-Anlage am Angerweg 6 sein gemeindliches Einvernehmen. tw


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Veröffentlicht am 05.05.2021 17:03 Uhr