Inchenhofen    

Gemeinde soll wachsen

Inchenhofen - Die Inchenhofener Wählergruppierung Bürgerwille '84 hat es sich am Dienstagabend nicht leicht gemacht. Über vier Stunden dauerte die Aufstellungsversammlung ihrer Kandidaten für die Kommunalwahl im März. Die Bewerber um das Bürgermeisteramt sowie die Listenplätze eins und zwei wurden gleich zu Beginn gewählt und gingen relativ flott über die Bühne (siehe Artikel auf Seite 17). Die Zusammenstellung der 26 übrigen Kandidaten plus zwei Ersatzmänner/Ersatzfrauen zog sich dann aber etwas in die Länge, obwohl im Block abgestimmt wurde.


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Die Kandidaten des Bürgerwille '84 in Inchenhofen für die Gemeinderatswahl. Foto: Gerlinde Drexler


Auf den vorderen Listenplätzen als Bewerber für den künftigen Leahader Gemeinderats fanden sich am Ende alte Bekannte mit kommunalpolitischer Erfahrung, darunter Wolfgang Mokosch (194 Stimmen), Lorenz Nefzger (160), Georg Märdauer (114) und Gaby Müller (77); aber auch einige neue, unverbrauchte Gesichter schafften es auf die vorderen Ränge der Bürgerwille-Liste: Auf Platz 5 Martin Arzberger (143 Stimmen), Thomas Federlin (132), Hans Peter Posch (104) und Martin Dirrhammer (75).
Der jetzige Bürgermeister Karl Metzger, er wird im Mai aus dem Amt scheiden, begründete seinen Kandidatur für den Gemeinderat mit den Worten: "Der Bürgerwille hat mir in all den Jahren so viel Unterstützung gegeben, nun will ich etwas zurückgeben." Er möchte als künftiger Rat vor allem ein Anwalt für die Senioren in der Gemeinde sein, erklärte Metzger und regte an, einen Seniorenbeauftragten beziehungsweise Seniorenbeirat zu gründen. Wolfgang Mokosch, der als Nachrücker bereits Gemeinderatsluft schnuppern konnte, und bei der Aufstellung am Dienstag auf einem guten Platz drei landete, erklärte: Die Themen im Marktgemeinderat seien in der Vergangenheit sehr häufig reaktiv bearbeitet worden, sprich das Gremium habe immer nur auf etwas reagiert, selten agiert. "Das muss sich unbedingt ändern", forderte der Strategieberater im IT-Sektor.
Lebensmitteltechniker Martin Arzberger, 33, ist überzeugt, "dass junge Menschen neue Ideen für die Gestaltung der Marktgemeinde einbringen können". Er möchte dazu beitragen, dass die Gemeinde zu einem Ort mit einer Infrastruktur wird, die ein Arbeiten am Ort ermöglicht. "Die Gemeinde soll wachsen." Andrea Posch, die als Bürgermeisterkandidatin angetreten war, wurde auf Listenplatz 13 gewählt, sie erhielt 61 Stimmen.
Ihr Ehemann Hans Peter Posch, ehemaliger Dachauer FDP-Kreisvorsitzender, erreichte mit 104 Stimmen den achten Platz. Das Besondere: Seine Tochter Saskia Posch, sein Sohn Leo Posch und seine Schwester Eva Schuldes sind ebenfalls auf der Liste vertreten.
Am kommenden Mittwoch, 15. Januar, wird dann die Inchenhofener CSU bekanntgeben, wen sie ins Amt um den Leahader Bürgermeister und den Gemeinderat schickt.

Von Thomas Winter



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Veröffentlicht am 08.01.2020 18:15 Uhr



 
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