Dasing    

Dasing plant neues Verwaltungszentrum

Dasing - Die Gemeinde beginnt in diesem Jahr mit der Planung eines neuen Verwaltungszentrums. Das gab Bürgermeister Erich Nagl bei der jüngsten Finanzausschusssitzung bekannt. Das Vorhaben ist noch nicht so konkret, dass es sich im Haushalt deutlich niederschlägt; vielmehr wurden nur 50 000 Euro für die Planung eingestellt. Die voraussichtlichen Kosten wurden mit 2,6 Millionen Euro angegeben. Das Projekt soll innerhalb von drei Jahren realisiert werden.

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Am Tag vor der Finanzausschusssitzung hatte es einen nichtöffentlichen Termin von Gemeinderat und den Vertretern der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Dasing gegeben, teilte Nagl mit. Es ging um die Option, einen Teil der Verwaltung in das Sparkassengebäude auszulagern. Die Bankfiliale wird verkleinert, wodurch Räume frei werden. Diese bot die Sparkasse der Gemeinde an. Diese Möglichkeit wurde aber letztlich abgelehnt.
Der Bürgermeister erläuterte im Gespräch mit der AICHACHER ZEITUNG, das Hauptproblem sei, dass dieses Haus, wie auch das derzeitige Verwaltungsgebäude, eigentlich ein Wohnhaus sei und damit für Büros nicht so gut geeignet. Räte hatten zudem eingewandt, das Haus sei nicht barrierefrei, und für den Publikumsverkehr der Gemeinde und Sparkassenkunden gebe es zu wenig Parkplätze. So bleibt man also bei der schon länger verfolgten Idee, die Gemeindeverwaltung am bestehenden Standort auszubauen. Dabei könnten die Bauten bis an die Kirchenmauer ausgedehnt werden, da es für die alte Schule keine Verwendung mehr gibt und die daran entlang verlaufende Straße nicht unbedingt gebraucht wird.
Hinzu kommt, so Nagl, dass die Garagen im Gemeindehof ab 2020 nicht mehr gebraucht werden. Derzeit sind dort Bauhof-Fahrzeuge untergestellt. Sie werden dann im neuen Bauhof im Norden nahe der neuen B 300 untergebracht.
Diese Hallen könnten also abgerissen und durch einen zwei-, vielleicht auch dreistöckigen Neubau ersetzt werden, der den Anforderungen einer Kommunalverwaltung entspricht. Er könnte einen Aufzug enthalten, damit auch die Gemeindetenne barrierefrei erreicht werden kann. Ebenso könne man sich einen Abriss und Neubau des alleinstehenden Hauses vorstellen, in dem sich derzeit unter anderem das Bürgermeisterbüro befindet. Entschieden ist da aber noch nichts.
Nagl sagte, es werde eine zusätzliche Fläche von 400 Quadratmetern für Gemeinde- und VG-Verwaltung gebraucht. Im Moment seien alle Büros voll belegt, teilweise sogar überbesetzt. Es fehlten Besprechungszimmer und auch Sozialräume. Im Gespräch ist auch, Wohnungen zu schaffen, um die Investition zumindest teilweise durch Mieteinnahmen zu refinanzieren. Die VG könnte daran per Erbbaurecht beteiligt werden.
Aus den Reihen der VG-Vertreter gab es in der nichtöffentlichen Sitzung zwei Gegenstimmen. Insgesamt erhielt Nagl nach eigenen Worten große Zustimmung. Nun soll geklärt werden, wie der Raumbedarf genau aussieht, dann können Neubauten geplant und die Kosten von Varianten verglichen werden.

Von Andreas Alt


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Veröffentlicht am 30.05.2019 00:00 Uhr




 

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