Aindling    

Schulverband Aindling muss Kredit aufnehmen - Anbau ist weit fortgeschritten

Aindling - Man kann bereits gut erahnen, wie der Erweiterungsbau der Aindlinger Mittelschule in Hybridbauweise einmal aussehen wird. Die Arbeiten für den Schulanbau sind bereits weit vorangeschritten. Bereits in den Sommerferien kann laut Aindlings Bürgermeisterin Gertrud Hitzler, Vorsitzende des Schulverbandes, der Umzug erfolgen, sprich ein Teil der Klassen- und Fachräume wird in den neuen Bau verlegt.


Aindling-Schulerweiterg-2
Fortschritte macht der Anbau an die Aindlinger Mittelschule. Im September soll er bezogen werden. Foto: Josef Abt


Anschließend wird in drei Abschnitten mit der Sanierung des bestehenden Schulgebäudes begonnen. Sie wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Im ersten und zweiten Schritt wird der mittlere Gebäudeteil auf Vordermann gebracht, in einem dritten Abschnitt folgt der Verwaltungstrakt. Die Arbeiten laufen während des normalen Schulbetriebs, "quasi am offenen Herzen", wie Gertrud Hitzler es formuliert. Darüber, wie die Ausgaben für das laufende Jahr für die Sanierung und Erweiterung finanziert werden sollen, ging es in der jüngsten Sitzung des Schulverbands Aindling.
Insgesamt kostet das Gesamtprojekt Gertrud Hitzler zufolge rund 14 Millionen Euro. Doch bereits heuer benötigt der Schulverband über drei Millionen Euro. Wie soll dieses Geld, konkret geht es um 3,269 Millionen Euro, beschafft werden?
Andreas Grägel, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aindling, hat sich im Vorfeld mit verschiedenen Kredit-Angeboten vertraut gemacht. Am Ende fiel die Wahl auf das günstigste Angebot, es stammt von der Bayern-Labo. Dabei handelt es sich um eine Förder- und Kommunalbank des Freistaats Bayern. Bei dem Kredit gilt eine Laufzeit und Zinsbindung von 20 Jahren, dann sind die Schulden komplett getilgt. Aktuell liegt der Zinssatz bei 0,69 Prozent. Er kann sich aber täglich ändern. Daher wurde im Beschluss vorsichtshalber eine maximale Höhe von 1,50 Prozent festgehalten. Fünf Gemeinden sind am Schulverband beteiligt: Aindling (aktuell 70 Schüler), Petersdorf (17), Todtenweis (19), Affing (74) und Rehling (49). Andreas Grägel hatte auch den Haushalt des Schulverbandes für 2021 ausgearbeitet. Er ist geprägt von den Baumaßnahmen. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 972 500 Euro, der Vermögenshaushalt auf 4,5 Millionen Euro.
An Betriebskostenumlage muss die Gemeinde Aindling in ihrem Haushalt rund 251 000 Euro vorsehen, Affing 265 000 Euro, Petersdorf 61 000 Euro, Todtenweis 68 000 Euro und Rehling 176 000 Euro. Als Umlage für die Investitionskosten sind pro Schüler 446,9 Euro zu entrichten. Entsprechend entfallen auf die Gemeinde Aindling 31 000 Euro, auf Petersdorf 7600 Euro, auf Todtenweis 8500 Euro, auf Affing 33 000 Euro und auf Rehling rund 22 000 Euro.
Der Schulverband hat zudem entschieden, den Anteil für die Berufsorientierungsmaßnahme, der ehedem von der Agentur für Arbeit getragen wurde, selbst zu übernehmen. Die Kosten hierfür liegen bei 43 000 Euro.
Laut Aindlings Bürgermeisterin Gertrud Hitzler können sich die Mitglieder des Schulverbands am kommenden Samstag selbst ein Bild davon machen, wie weit die Baumaßnahmen an der Mittelschule fortgeschritten sind. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Samstag, 13. März.
Die örtliche Rechnungsprüfung für die Jahre 2017 und 2018 lag in den Händen von Affings Gemeindechef Markus Winklhofer, Dietrich Binder, Bürgermeister in Petersdorf, und dem Todtenweiser Bürgermeister Konrad Carl. Sie hatten nichts zu beanstanden. Arbeiten finden am "offenen Herzen" statt

Von Thomas Winter


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.


Veröffentlicht am 08.03.2021 14:14 Uhr