Aichach    

Umzug im Frühjahr: Neues AWO-Seniorenheim im Zeitplan

Aichach - Im Zeit- und Kostenplan liegt der Neubau des Maria-Simon-Seniorenheims der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Oskar-von-Miller-Straße in Aichach. Dies bestätigte Marion Leichtle-Werner, Vorstand für Finanzen und Bau des schwäbischen Awo-Bezirksverbandes. Demnach werden die Bewohner des Altbaus im März umziehen. Gleich im Anschluss wird das in die Jahre gekommene Gebäude abgerissen. Dort sollen zeitnah zwölf bis 16 seniorengerechte Wohnungen angegliedert werden.


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15 Millionen Euro investiert die Arbeiterwohlfahrt in das neue Seniorenheim in Aichach. Im März wird der Neubau bezogen, bereits im April soll mit dem Abriss des Altbaus begonnen werden.


In Aichach wird der Neubau sehnlichst erwartet. Altenheimplätze sind begehrt. Die Nachfrage dürfte groß sein. Wie Leichtle-Werner erklärte, werde man demnächst mit der Erstellung einer Warteliste beginnen. 106 Pflegeplätze in 100 Einzel- und drei Doppelzimmern stehen zur Verfügung. Das alte Heim ist momentan mit 86 Personen belegt, die umziehen werden. Bleiben also noch rund 20 zusätzliche Plätze. Allerdings hängt deren Belegung auch vom dazu notwendigen Personal ab, das im Pflegebereich bekanntlich Mangelware ist. "Wir müssen zunächst das Personal aufstocken", machte Marion Leichtle-Werner deutlich. Vermutlich wird die Belegung deshalb stufenweise erfolgen.
15 Millionen Euro investiert die Arbeiterwohlfahrt in den Neubau, der dringend notwendig geworden war. Er wurde auf der westlichen Teilfläche des rund 7000 Quadratmeter großen Grundstücks in T-Form angelegt. Insgesamt fünf Ebenen stehen zur Verfügung. Im Erdgeschoss befindet sich eine beschützende Wohngruppe mit freiem Zugang zur Terrasse und einem Garten mit Rundweg. In den drei Obergeschossen werden jeweils zwei Wohngruppen à 15 Bewohner inklusive eigenem Essensbereich und Gruppenküche eingerichtet. Jedem Zimmer sind ein Vorraum sowie eine behindertengerechte Nasszelle zugeordnet. Ein großer Lichthof verbindet die Geschosse. Eine Caféteria mit angegliedertem Mehrzweckraum liegt ebenerdig und öffnet sich zum Lichthof und zur Terrasse. Auch die Verwaltungs- und Wirtschaftsräume sind im Erdgeschoss untergebracht. Die Zahl der belegbaren Plätze beläuft sich übrigens auf exakt 105. Dazu kommt ein sogenanntes Ausweichzimmer, sollten etwa bei einer ansteckenden Infektion die Bewohner eines Doppelzimmers getrennt werden müssen. Der Neubau erfüllt die Standards eines Niedrigenergiehauses und wurde in Ziegelbauweise errichtet. Zum Einsatz kommen eine Holzpelletheizung sowie eine Photovoltaik-Anlage. Im Bereich der Parkplätze sind Ladestationen für Elektroautos vorgesehen.
Umgehend nach dem Umzug der Bewohner soll mit dem Abriss des Altbaus begonnen werden. Dort plant die Arbeiterwohlfahrt eine Anlage für seniorengerechtes Wohnen. Momentan befinde man sich dafür in der Konzeptfindung, wie Marion Leichtle-Werner betonte. Es könne durchaus sein, dass es sich nicht ausschließlich um klassisches "Betreutes Wohnen" handeln wird, sondern Jung und Alt nebeneinander ein Zuhause finden. In jedem Fall wolle man dieses Projekt zeitnah angehen. 



Von Robert Edler


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Planung und Realität stimmen immer mehr überein. Der Neubau des Maria-Simon-Seniorenheims an der Oskar-von-Miller-Straße ist trotz schlechter Witterung, eingeschränkter Lieferketten und Corona-bedingter Verzögerungen weit fortgeschritten. Der Bezug des Hauses kann wie geplant im Frühjahr erfolgen. Fotos: Robert Edler


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Auch einen geschützten Garten wird es für die Heimbewohner geben. 106 Pflegeplätze in 100 Einzel- und drei Doppelzimmern stehen zur Verfügung.



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Veröffentlicht am 17.10.2021 16:48 Uhr