Petersdorf    

Johann Settele ist jetzt Altbürgermeister

Petersdorf - Die Auszeichnung zum Altbürgermeister würdige "viel Energie und Engagement für die Gemeinde Petersdorf", die Johann Settele in den Jahren seiner Amtszeit als Petersdorfs Bürgermeister aufgebracht habe, machte Bürgermeister Dietrich Binder im Sitzungssaal der Gemeinde deutlich. Zum feierlichen Anlass der Ernennung Setteles zum Altbürgermeister waren neben dem aktuellen Gemeinderat auch ehemalige Ratsmitglieder und Anton Kandler, ehemaliger Zweiter Bürgermeister unter Settele, erschienen. Der 67-Jährige wurde begleitet von seiner Frau Bärbel und Sohn Klaus. "Brugger Bua" Markus sorgte mit seiner Steirischen Harmonika für den feierlichen musikalischen Rahmen.


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Im feierlichen Rahmen und im Kreise des Gemeinderats, Bürgermeister Dietrich Binder (in der Mitte rechts), ehemaligen Ratsmitgliedern, seiner Frau Bärbel und Sohn Klaus wurde Johann Settele (Mitte) zum Altbürgermeister von Petersdorf ernannt. Sechs Jahre lang war er Zweiter Bürgermeister der Gemeinde, zwölf Jahre lang Erster Bürgermeister. Foto: Nayra Weber


42 Jahre lang engagierte sich Johann Settele für seine Gemeinde, wie Binder ausführte. 1978 begann sein lokalpolitischer Einsatz als Ortssprecher, sechs Jahre später folgte der Eintritt in den Gemeinderat (Wählervereinigung Schönleiten, Willprechtszell, Axtbrunn, Hohenried), von 1990 bis 1996 war er Zweiter Bürgermeister und schließlich von 2002 bis 2014 Erster Bürgermeister. Von 1989 bis 2020 war Settele zudem als CSU-Kreisrat im Kreistag aktiv.
Laut Binder habe Settele es "geschafft, wichtige Projekte umzusetzen, ohne die Gemeinde zu sehr zu belasten". Unter seinen Erfolgen zählte Binder unter anderem den Ausbau der Staatsstraße 2047, einiger Ortsverbindungsstraßen, die Initiierung des Krippenanlagenbaus, den jetzigen Standort der Raiffeisenbank am Gemeindezentrum und die Vorbereitungen zu den Baugebieten "Westlich der Mallerbreite" und "Ziegelfeld". Settele habe "sehr viele Grundsteine" und "viele Ecksteine" gelegt für künftige Projekte. Settele habe immer im Sinne der Gemeinde auch die kommenden Jahrzehnte im Blick gehabt. Ein solches Engagement gehe auch mit Entbehrungen einher, machte Binder deutlich. "Dieser Weg kann durchaus auch steinig sein", sagte er.
Stellvertretend für seinen gesundheitlich angeschlagenen Vater übernahm Klaus Settele die Verlesung einiger Dankes- und Erinnerungsworte, was ihn zu Tränen rührte, weshalb ihn Dietrich Binder dabei unterstützte. Johann Settele bedankte sich darin für die "besondere Würdigung, die ich nicht als Selbstverständlichkeit sehe". Das Gemeindezentrum sei ihm als "Ort des Engagements und der Begegnung" besonders am Herzen gelegen, die Zusammenlegung der Schulen habe dazu geführt, dass die Schüler aller Ortsteile die ersten vier Jahre zusammen verbringen, "das verbindet". Der Einsatz für die Gemeinde habe ihm "immer besondere Freude" bereitet, ließ Settele verlesen. 42 Jahre lang in der Lokalpolitik aktiv

Von Nayra Weber


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Veröffentlicht am 03.08.2021 16:17 Uhr