Kühbach    

Flexiblere Kinderbetreuung in Kühbach

Kühbach - In Kühbach sind derzeit 20 Kinder zwischen zwei und drei Jahren in der Maxi-Gruppe im alten Rathaus untergebracht. Sie werden an jeweils zwei Tagen von 8.30 bis 11.30 Uhr betreut - quasi eine kurze Entlastung für Mütter, die ihre Kinder bewusst nicht in die Krippe geben wollen oder keinen Krippenplatz gefunden haben. Das Angebot soll auch künftig gelten in den Räumen der neuen viergruppigen Kinderkrippe, die derzeit auf der Pfarrwiese entsteht.

kühbach-krippe

Der Neubau, geplant als Erweiterung zum bestehenden Kindergarten St. Magnus, schreitet zügig voran. Allzu viele Gewerke stehen nicht mehr aus. Die Arbeiten für den Innenausbau wurden bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vergeben. Laut Bürgermeister Hans Lotterschmid liegen die Kosten weiterhin bei rund 3,15 Millionen Euro.
Der größte "Batzen" in dem Zusammenhang entfällt auf die Schreinerarbeiten. Dazu zählen die Möbel der neuen Krippe. Sie werden von der Schreinerei Aumüller aus Burgebrach angefertigt, Kostenpunkt: rund 170 000 Euro. Um die Innentüren kümmert sich die Schreinerei Bretzger aus Wallerstein-Ehringen. Rund 120 000 Euro sollen die Türen kosten, man werde aber noch prüfen, ob sich dabei noch etwas einsparen lässt, so Lotterschmid.
Gesamtkosten von
Die Böden werden von der Firma Schenk aus Augsburg verlegt, Kosten: rund 36 000 Euro. Ebenfalls vergeben wurden die Fliesen- und Plattenarbeiten (rund 21 000 Euro), der Einbau der Elementschiebewände (ebenfalls rund 21 000 Euro) und die Malerarbeiten (rund 10 000 Euro).
In der neuen Krippe sollen 48 Kinder Platz finden, nach dem Willen des Bürgermeisters auch die Kinder der Maxi-Gruppe. Die werden aktuell von vier Frauen betreut und zwar von Montag bis Donnerstag, wobei die 20 Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt sind: Eine Gruppe erhält Montag und Dienstag Betreuung, eine zweite Mittwoch und Donnerstag.
Dieses Angebot soll laut Bürgermeister weiterbestehen gegen einen geschätzten Beitrag von 80 oder 90 Euro im Monat. Engelbert Thumm sprach sich für die Integration der Maxi-Gruppe in die neue Kinderkrippe aus. Man solle Müttern, die ihre Kinder selber erziehen wollen, die Chance geben, ihren Nachwuchs zumindest zweimal die Woche abzugeben.
Bürgermeister Hans Lotterschmid ergänzte: Man wolle flexible Betreuungsmöglichkeiten für die Kleinsten. Zudem käme eine Betreuung über die Krippe die Gemeinde günstiger. Derzeit bleibt der Markt nämlich auf 12 000 Euro Personalkosten sitzen. Die vier Erzieherinnen beziehungsweise Kinderpflegerinnen können sich, falls die Max-Gruppe umzieht, im Kindergarten bewerben.

Von Thomas Winter


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Veröffentlicht am 20.03.2019 23:00 Uhr




 

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