Aichach    

Volksfest Aichach: "Fünf Tage hätten gereicht"

Aichach - Gestern ging das Aichacher Volksfest zu Ende. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad war die Zahl der Besucher am Nachmittag überschaubar, vor allem Familien sah man auf dem Volksfestplatz an der Schrobenhausener Straße. Die Hitze war es auch, die an den zehn Wiesn-Tagen für eine eher "durchwachsene Bilanz" sorgte, wie Zeltbetreiberin Michaela Kemper gestern auf Nachfrage erklärte.


_0E0056382306551A3000_Volksfes
Michaela Kemper. Foto: hfm


Mit den derzeitigen Temperaturen sei die Nachfrage vor allem mittags und nachmittags schleppend gelaufen, "da kommen die Leute eher noch am Abend, wenn es nicht mehr so heiß ist, ins Zelt", sagt die Geschäftsführerin der Lanzl Gastronomie GmbH. Gut gelaufen seien - trotz Hitze - der Seniorennachmittag am Dienstag mit rund 1450 Besuchern sowie der Samstagabend mit DJ Ginscha, hier seien etwa 1500 junge Gäste ins Festzelt geströmt, freut sich Michaela Kemper. Der Tag der Betriebe am Donnerstag hingegen sei hinter den Erwartungen eher zurückgeblieben.
Unabhängig vom Wetter würde sie sich ein verkürztes Aichacher Volksfestes wünschen- worauf sie jedoch keinen direkten Einfluss hat, da der Festwirt Umberto Freiherr von Beck-Peccoz ist, Chef der Kühbacher Brauerei.
In Schrobenhausen, wo das Volksfest am Donnerstag, 4. August, startet, habe sie als Verantwortliche die Festzeit bereits 2019 von zehn auf fünf Tage reduziert - was sich bewährt hat, bestätigt Michaela Kemper. "Die Highlights finden komprimiert statt, es gibt keinen Leerlauf."
Wie bereits berichtet, gab es auf der Aichacher Wiesn heuer - ausgenommen gestern - keinen Mittagtisch. Das, so Kemper, war der schwierigen Personalsituation geschuldet. "Wir kämpfen in den letzten Wochen vermehrt mit Ausfällen aufgrund von Corona und anderen Erkrankungen." Vor allem an Servicekräften mangele es. Für zwei Schichten, mittags und abends, habe die Personaldecke deshalb nicht ausgereicht.
"Um die Situation zu entzerren, haben wir zusätzlich Selbstbedienung angeboten", berichtet die Zeltbetreiberin weiter. Das sei mittlerweile auf vielen Volksfesten so Usus. Jeder Besucher habe also die Möglichkeit gehabt, sich bei Bedarf selbst Getränke und Essen zu holen. tw


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.


Veröffentlicht am 24.07.2022 17:21 Uhr