Aichach    

Corona: Schwere Versäumnisse am Krankenhaus in Friedberg?

Aichach - Von schweren Versäumnissen im Friedberger Krankenhaus hinsichtlich der Corona-Fälle von November bis Januar berichtet der Bayerische Rundfunk, der sich auf einen internen Zwischenbericht des Landesamts für Gesundheit bezieht. Die dortige Task Force befasst sich mit der Aufarbeitung des Ausbruchs.


Laut BR enthält der Zwischenbericht drastische Vorwürfe gegen Klinikleitung und Gesundheitsamt: Es habe keine gesetzeskonforme Überwachung von Fällen gegeben, die auf eine Infektion innerhalb des Krankenhauses schließen lassen. Ferner sei die Hygienefachkraft überfordert gewesen, notwendige Maßnahmen zu spät eingeleitet worden. Die Rede ist zudem davon, dass das Personal in zu großen Gruppen und ohne Mund-Nasen-Schutz in den Pausen zusammenkam. Erst Mitte Januar sprach das Gesundheitsamt von einem Ausbruch und veranlasst eine Begehung. Recherchen der AICHACHER ZEITUNG deuten darauf hin, dass mindestens drei Menschen gestorben sind, die sich mutmaßlich im Friedberger Krankenhaus infiziert haben, der BR spricht von sieben Todesfällen.
Die Nachricht sickerte während der wöchentlichen Corona-Pressekonferenz im Landratsamt durch, bei der Klinik-Leitung, Gesundheitsamtsleiterin und Landrat zugegen sind. "Uns liegt der Bericht des Landesamts für Gesundheit nicht vor", sagte Landrat Klaus Metzger auf Nachfrage. Zum laufenden Verfahren werde man keine Auskunft geben. cal


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Veröffentlicht am 24.02.2021 13:37 Uhr