Schiltberg    

Albert Wagner will Bürgermeister werden

Schiltberg - Albert Wagner wird zum Konkurrenten von Fabian Streit. Beide wollen Josef Schreier beerben, der aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder antritt, und Bürgermeister von Schiltberg werden. Wagner stellt jedoch gleich klar, dass er nicht gegen Fabian Streit ist, der seine Kandidatur Mitte Mai bekannt gegeben hat. "Für mich ist gelebte Demokratie, wenn man zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden kann", stellt der 57-Jährige klar.


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Albert Wagner.


Aus seiner Entscheidung, sich als Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 aufstellen zu lassen, macht er kein Geheimnis. Die Eingangsfrage der AZ-Redaktion, ob er neuer Schiltberger Bürgermeister werden will, beantwortet er selbstbewusst mit "ja". Derzeit führe er Gespräche in der Verwaltung, um "alles richtig zu machen". Wagner möchte eine Gruppierung gründen, um bald eine Nominierungsversammlung abzuhalten. Dabei betont er, kein "Parteisoldat" zu sein, ihm gehe es immer um "die Sache".
Der Weg zur Verwaltung ist nicht weit und im Schiltberger Rathaus kennt er sich bestens aus. Seit über 30 Jahren arbeitet der Vater zweier erwachsener Kinder bei der Gemeinde, war viele Jahre Bauhofleiter und ist aktuell Betriebsleiter der Kläranlage in Schiltberg und Hausmeister in der Schule und im Kindergarten.
Kommunalpolitische Erfahrung sammelte der ehemalige Feuerwehrkommandant und Kreisbrandmeister während seines zwölfjährigen Engagements im Schiltberger Gemeinderat. Diese Tätigkeit ließ er zuletzt aus familiären Gründen ruhen. Nun findet er die Zeit reif, um wieder einzusteigen.
Auf die Idee, sich als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen, brachten ihn andere. "Ich bin von vielen angesprochen worden, ich sei der Richtige", sagt Wagner. Anfangs sei er zurückhaltend gewesen, nach reiflicher Überlegung habe er sich doch für den Schritt entschieden, es zu versuchen. Die Familie stehe dahinter, was Wagner wichtig war.
Sollte Wagner Bürgermeister werden und den seit 2000 amtierenden Josef Schreier beerben, will er sich vor allem auf die Pflichtaufgaben der Gemeinde konzentrieren. Das Thema Wasser beziehungsweise Abwasser ist ihm als Betriebsleiter der Kläranlage nicht fremd. "Hier werden viele neue Anforderungen auf uns zukommen", ist Wagner überzeugt.
Hochwasser beschäftigt Schiltberg ebenfalls. Erst in diesem Sommer war die knapp 2000 Einwohner zählende Gemeinde besonders vom Starkregen betroffen. "Hier sollte ein Konzept entstehen", sagt Wagner, stets unter dem Leitsatz "realistisch und bezahlbar".
Wie groß Josef Schreiers Fußstapfen sind, wird sich zeigen. Albert Wagner scheint auf alles vorbereitet zu sein. "Ich weiß, was Verantwortung heißt und ich weiß, was auf mich zukommt."

Die Termine für die Gründungsversammlung der Wählergruppierung und Nominierung werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Von Tanja Marsal



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Veröffentlicht am 07.11.2019 17:24 Uhr



 
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Polizeieinsatz in Aichach

Aindling

Wilde Flucht mit dem Moped

Aindling - Weil sein Fahrzeug kein Kennzeichen trug, sollte ein 19-jähriger Mopedfahrer am Freitag gegen 14.50 Uhr angehalten werden. Wie die Polizei am Wochenende mitteilte, hatte der Verkehrsteilnehmer darauf nicht so wirklich Lust. Einer zivilen Streife war der 19-Jährige auf der Kreisstraße AIC 8 kurz vor Petersdorf aufgefallen. Auf Anhaltesignale reagierte er allerdings nicht, selbst nicht, als Blaulicht und Martinshorn hinzukamen. Der Mopedfahrer, so heißt es im Polizeibericht, hätte sich immer wieder umgedreht und teilweise auf bis zu 90 Stundenkilometer beschleunigt. Die Verfolgungsjagd hatte begonnen. Weitere Verkehrsteilnehmer steuerten ihr Fahrzeug in Appertshausen an den rechten Fahrbahnrand, um der Polizei den Weg zu erleichtern, der Mopedfahrer zog an den Fahrzeugen vorbei und fuhr weiter - in Richtung Binnenbach. Während der Fahrt wechselte der 19-Jährige immer wieder auf die linke Fahrspur, um das Überholen des Polizeiautos zu verhindern. In einem günstigen Moment schafften es die Beamten allerdings doch. Kein Problem für den Mopedfahrer: Seine Flucht setzte er mit hoher Geschwindigkeit auf dem Fahrradweg fort. Nun hatte der Streifenwagen freie Bahn, fuhr die Straße etwas weiter hinunter um dann in einen Feldweg nach rechts einzuscheren. Dort war der 19-Jährige schließlich gezwungen anzuhalten. Bei einem missglückten Ausweichmanöver kollidierte er zuletzt noch mit der rechten hinteren Seite des Polizeiautos und die Verfolgungsjagd nahm ein jähes Ende. Der 19-Jährige verletzte sich dabei leicht, Rettungswagen und Notarzt entließen den jungen Mann aber bereits an der Unfallstelle wieder. Der Schaden am Moped beläuft sich auf 300 Euro, der am Auto stand am Wochenende nicht fest. Zu allem Überfluss stellte sich in einem freiwilligen Drogentest heraus, dass der Mopedfahrer wohl Amphetamine sowie THC (Cannabis) im Körper hatte. Zur Blutentnahme kam er mit auf die Wache. Jetzt muss er sich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Fahren ohne Zulassung verantworten. Das Kleinkraftrad wurde sichergestellt.