Pöttmes    

Platz für Pöttmeser Kinder

Pöttmes - Gleich mehrgleisig will die Marktgemeinde Pöttmes dem drohenden Engpass an verfügbaren Plätzen in den Kindertagesstätten begegnen. In ihrer Sitzung am Dienstag waren sich die Räte einig, an der bisher gezeigten Kinderfreundlichkeit festzuhalten und sowohl kurz- als auch längerfristige Lösungen anzustreben.

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In Pöttmes droht trotz erst kürzlich in Betrieb genommenem neuen Kindergarten eine Lücke zwischen den vorhandenen Plätzen in Kindertageseinrichtungen und dem tatsächlichen Bedarf. Nach der Sitzung des Marktgemeinderats am Dienstag könnte man die Behandlung dieses Themas zwar mit "Problem erkannt", aber nur noch mit einem mit Fragezeichen versehenen "Gefahr gebannt" überschreiben.
Tatsächlich haben Bürgermeister Franz Schindele, Verwaltung, Fraktionen und Finanzausschuss zusammen mit den Leitungen der Einrichtungen hinter den Kulissen fleißig über sich anbietende Lösungen gesprochen. Eine mehrgleisige Strategie soll zwar zum Ziel führen, ob die sich aktuell auftuende Lücke bis zum 1. September noch zu schließen ist, ist allerdings fraglich.
Eltern erhalten deshalb momentan nur einen vorläufigen Bescheid, ob ihr Kind aufgenommen werden kann. Zu viele, teils nicht von der Gemeinde beeinflussbare Faktoren spielen mit. Da wäre einerseits das Landratsamt als genehmigende Behörde, aber auch die Zahl der Abgänge in die Schule spielt eine Rolle.
Wie stark das Interesse an dem Thema bei Eltern und Kita-Personal ist, ließ sich am Dienstag an den gut gefüllten Besucherstühlen erkennen.
Ausführlich legten Bürgermeister Franz Schindele und der geschäftsleitende Beamte Stefan Hummel die Situation dar. Demnach werden zum 1. September 23 Krippenplätze und 33 Kindergartenplätze fehlen, während im Waldkindergarten noch neun Plätze frei sind. Als Ursachen nannte Schindele die hohen Geburtenzahlen, Zuzüge und weniger Abgänge zur Schule, nachdem die entsprechende Regelung gelockert wurde (Stichwort: Einschulungskorridor). Denkbare Lösungen wären für die Krippe das Aufstellen von Containern, die Aufstockung der Maxi-Gruppe im Klapperstorch, zusätzliche Aufnahmen im Hort, aber auch eine Nachmittagsgruppe sowie Anbauten an die bestehenden Gebäude.
Für die weitere Entwicklung erwartet die Verwaltung ein gleichbleibend hohes Niveau beim Kindergarten, aber steigende Nachfrage an Krippenplätzen. Bereits vorgearbeitet hat die Verwaltung bei möglichen Containerstandorten (die Beratung hierüber erfolgte anschließend nichtöffentlich), auch beim Personal sieht man sich dank des guten Rufs der Pöttmeser Einrichtungen gut gerüstet. Obwohl momentan keine Stelle ausgeschrieben ist, lägen acht Initiativbewerbungen vor.
Ohne Gegenstimme beauftragten die Gemeinderäte die Verwaltung, die zuvor vom Bürgermeister geschilderten Möglichkeiten weiter zu verfolgen, die Aufstellung von zwei Containern zu planen, die nötigen Stellen auszuschreiben und Anbauten zu prüfen. Kita-Personal ist in Pöttmes kein Problem, aber 47 Plätze fehlen

Von Wilhelm Wagner


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Veröffentlicht am 20.03.2019 23:00 Uhr




 

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