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Aindling mit Knauer

Aindling – In der Winterpause gab niemand mehr einen Pfifferling auf den TSV Aindling und den TSV Gersthofen. Aindling überwinterte als Vorletzter, Gersthofen als Schlusslicht. Ein Vierteljahr später stecken die beiden Nachbarn zwar immer noch im Abstiegskampf der Bayernliga Süd, aber sie können zumindest aus eigener Kraft die beiden Relegationsplätze erreichen. Somit steht im direkten Aufeinandertreffen heute Abend (Anstoß 19 Uhr) am Schüsselhauser Kreuz, in das beide Teams punktgleich gehen (je 32), eine Menge auf dem Spiel.


<p>Aindling mit Knauer </p>

Nur zwei statt der geforderten vier Spiele wurde Simon Knauer (rechts) gesperrt. Der Aindlinger Angreifer darf somit heute im so wichtigen Heimspiel gegen den TSV Gersthofen wieder eingesetzt werden. Foto: Robert Baur


„Wenn wir noch die Relegation schaffen, haben wir viel erreicht“, sagt Aindlings Spielbetriebs-Vorsitzender Josef Kigle, „aber wir sind noch lange nicht durch.“ Auch Gersthofens Trainer Ivan Konjevic wäre froh, wenn nach dem 38. Spieltag, an dem sein Team spielfrei ist, die Gelb-Schwarzen entweder 15. oder 16. des Schlussklassements wären. „Ziel ist es, die Relegation zu schaffen“, sagt der Kroate. Und weil es im Tabellenkeller eng zugeht, könnte der direkte Vergleich das Zünglein an der Waage spielen.

In dieser Wertung hat Aindling gute Karten, liegt im Vergleich mit Deggendorf, Fürstenfeldbruck und Kottern vorne. Aber auch Gersthofens Bilanz gegen die Mitkonkurrenten schaut nicht schlecht aus, nur gegen Bruck würden sie bei Punktgleichheit den Kürzeren ziehen. Bliebe noch das Duell Aindling gegen Gersthofen. Das Hinspiel hat der Rivale von der anderen Lechseite mit 4:3 gewonnen, schon ein 1:0, 2:1 oder 3:2 würde Aindling dank der Auswärtstorregelung den Vorteil bescheren.

„Ein Sieg wäre ein Riesenschritt“, sagt Aindlings Trainer Roland Bahl. Der hat wie Kigle am Dienstag mit großer Erleichterung das Urteil des Sportgerichts Bayern gegen Simon Knauer vernommen. Die Sportrichter schlossen sich nicht dem Vorschlag des Verbandsanwalts Friedrich Reisinger an, der eine Strafe von vier Spielen forderte. Aufgrund der vorliegenden Stellungnahmen aus Aindling und Regensburg werteten Vorsitzender Heinz Ferber und seine Kollegen Knauers Aktion gegen Jahn-Akteur Andreas Mahr als grobes Foulspiel und sprachen eine Sperre von zwei Spielen aus, die der beste TSV-Schütze (16 Treffer) mittlerweile ausgesetzt hat.

Somit ist Knauer gegen Gersthofen wieder spielberechtigt. Bahl verrät kein Geheimnis, dass er den Schlacks für die Startformation nominiert. „Er ist für uns ein wichtiger Spieler, das hat er in dieser Saison schon oft genug unter Beweis gestellt“, sagt Bahl. Auch Florian Wenger hat nicht nur wegen seines goldenen Tores in Hankofen-Hailing gute Chancen, wieder von Beginn an im linken Mittelfeld zu spielen, zumal hinter Jan Penic (Sprunggelenksverletzung), der normalerweise diese Position bekleidet, noch ein Fragezeichen steht. Definitiv passen muss Max Käser, bei dem nach einem Einsatz im Kreisliga-Team seine alte Verletzung am Sprunggelenk aus der Vorbereitung wieder aufbrach; und natürlich auch der Langzeitverletzte Manuel Steinherr.

Aindlings jüngste Erfolgserlebnisse seien das Ergebnis harter Arbeit, sagt Kigle. „Wir dürfen aber jetzt keinen Deut nachlassen“, fordert Bahl, „wir müssen weiter unser Ding durchbringen.“ Mit „Ding“ meint er die Arbeit gegen den Ball. Die hat zuletzt so gut funktioniert, dass sein Team zuletzt vier Mal hintereinander ohne Gegentreffer blieb. Aber auch Gersthofen hat am Dienstag ein Ausrufezeichen mit dem 4:0-Sieg beim TSV Kottern gesetzt. Konjevic bot gleich zwei A-Junioren in der Anfangself auf. Für den Auftritt am Schüsselhauser Kreuz hat er die Qual der Wahl, so ist auch Winterneuzugang Daniel Framberger, der beim FCA schon Profiluft schnupperte, wieder dabei.

Von Herbert Walther



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Veröffentlicht am 25.04.2013 21:56 Uhr