Fußball    

FCP vergibt Chancen zuhauf

Gundelfingen (mpo) „Wir hätten auch verlieren können“, mahnte Helmut Wirth seine Fußballer vom FC Pipinsried, die mit dem 0:0 im Hinspiel der Bayernliga-Relegation beim FC Gundelfingen alles andere als zufrieden waren. Doch ihr Trainer blieb ruhig und lobte das Ergebnis als „gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Montag“. Denn dann haben die Pipinsrieder um 17 Uhr Heimrecht und wollen in die nächste Runde einziehen.


<p>FCP vergibt Chancen zuhauf </p>

Wegen Ausbildung zum Einzelkämpfer kommt Horky auf dem Zahnfleisch daher


Ihre Position hätten die Kicker aus dem Dachauer Hinterland aber schon an der Donau deutlich komfortabler gestalten können. Was die Wirth-Schützlinge in der ersten Halbzeit den 380 ungläubig dreinblickenden Zuschauern zeigten, hatte nicht mal im Ansatz etwas damit zu tun, was der FCP noch fünf Tage zuvor bei der 1:3-Punktspielniederlage an gleicher Stelle gezeigt hatte.

Defensiv gewannen die Gelb-Blauen nahezu jeden Zweikampf, vorne sorgten Michael Funk und Arthur Kubica ständig für Gefahr. Wie nach acht Minuten, als nach Rufranos missglücktem Kopfball zurück zu seinem Torhüter Funk dazwischenging und schon den Torschrei auf den Lippen hatte. Den allerdings Gundelfingens Kapitän Michael Mayerle mit der Rettungstat auf der Torlinie schnell verstummen ließ.

Kubica mit einem Lattentreffer (36.), Funk mit einem Schuss am langen Pfosten vorbei (37.) oder Spielführer Dominik Sandner, der nach Kubicas Ecke alleingelassen keinen platzierten Kopfball zustande brachte (38.), konnten die FCP- Dominanz nicht im Ergebnis zum Ausdruck bringen.

„Es hat nichts von dem geklappt, was wir uns eigentlich vorgenommen hatte“, musste selbst Gundelfingens Übungsleiter Wilfried Mayer einräumen, der mit seinen Schützlingen nur in den letzten 20, 30 Minuten zufrieden war. Da ließ bei Pipinsried ob des hohen Tempos die Kraft nach, der bis dahin herausragende Stefan Horky musste entkräftet vom Feld. „Ist doch klar. Er macht bei der Bundeswehr die Einzelkämpfer-Ausbildung und hat tagelang kaum etwas zu essen gekriegt“, lieferte Helmut Wirth die Erklärung dafür.

Ohne Horky kam Pipinsried kurz in Bedrängnis, doch Keeper Philipp Brenner war bei der Chance von Stefan Kerle zur Stelle (74.) und hatte kurz darauf Glück, dass der Ball beim Freistoß von René Schröder an den Pfosten klatschte. So blieb es beim 0:0, denn auch bei Pipinsrieds letzter Chance war das Aluminium im Spiel. Michael Funk hatte Kiebler schon ausgespielt, dann aber nur den Innenpfosten des Gundelfinger Tores getroffen (82.).

FC Gundelfingen: Kiebler – Struck, Mayerle, Schnelle, Rufrano – Christoph Wirth, Schröder – Müller (66. Reutter), Winkler, Scheu (66. Prießnitz), – Kerle (78. Mattick).

FC Pipinsried: Brenner – Hutterer, Hanusch, Adrianowytsch, Atilgan – Sandner, Kubica, Horky (62. Leidenberger), Beqiri – Karabudak, Funk (83. Kinaci).

Schiedsrichter: Albert (Nürnberg). – Zuschauer: 380. – Gelbe Karten: Schröder/Atilgan, Sandner.



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Veröffentlicht am 24.05.2012 21:54 Uhr