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TSV Aindling: Hof ein Prozent besser

Aindling – Oft sind es nur Kleinigkeiten, die ein Fußballspiel entscheiden. So auch gestern bei der Aindlinger Heimpremiere 2012 gegen Bayern Hof. Als sich für den TSV ein respektables Remis gegen den Bayernligadritten abzeichnete, setzte sich die individuelle Klasse von Daniel Felgenhauer durch. Der Ex-Profi erzielte für die Spielvereinigung den Führungstreffer und bereitete das Tor zum 0:2 (0:0)-Endstand vor. „Felgenhauer war das eine Prozent, das wir mehr hatten“, sagte Hofs Trainer Norbert Schlegel. Unterm Strich geht der Erfolg aber in Ordnung.


<p>Ein Prozent besser </p>

Oft konnten sich Aindlings Angreifer um Patrick Modes (rotes Trikot, rechts Papi Henriques) nicht gegen Hofs Defensive durchsetzen. Links Daniel Felgenhauer, der in der Schlussphase die Partie zugunsten der Oberfranken entschied. Foto: Siegfried Kerpf


Auf zwei Positionen musste Aindlings Trainer Stefan Anderl sein siegreiches Team aus der Hachinger Grünau ändern. Sebastian Szikal musste wegen einer Schulterverletzung passen, für ihn spielte Tomislav Bakovic. Den Platz von Kilian Huber (beruflich verhindert) in der linken Mittelfeldraute übernahm Youngster Daniel Deppner. Aindlings linke Flanke sorgte denn auch nach der Hofer Anfangsoffensive – zweimal klärte Sergej Scheifel in höchster Not bei Felgenhausers Schuss (6.) und vor Perparim Gashi (14.) – für Betrieb. Simon Huber scheiterte aus gut 20 Metern an SpVgg-Torhüter Christian Berchtold (16.), ebenso wie Deppner, der mit einem klasse Pass auf Huber Aindlings besten Angriff bis dahin selbst inszenierte (29.). Die Gäste aus dem Norden des Freistaats waren bei Aindlinger Unachtsamkeiten gefährlich. Bei Felgenhauers Schuss riss Torhüter Thomas Geisler gerade noch die Fäuste nach oben (31.).

Hof lauerte auf Fehler der Gastgeber, die diese auch begingen. Daniel Söllners Ballverlust blieb noch ohne Folgen. Felgenhauers Schuss flog, leicht abgefälscht, knapp am linken Pfosten vorbei (48.). Auch die nächste Möglichkeit für die Oberfranken resultierte aus einem Missverständnis zwischen Tobias Völker und Scheifel. Doch bei der Doppelchance für Gashi und Papi Henriques (56.) stellte Geisler einmal mehr unter Beweis, dass er in der Bayernliga zu den Besten seines Fachs zählt.

Offensivaktionen des TSV waren recht spärlich, Patrick Modes und vor allem Simon Knauer hatten einen ganz schweren Stand. Allerdings muss zur ihrer Ehrenrettung gesagt werden, dass Hof über die beste Abwehr der Liga verfügt, erst 16 Gegentreffer hinnehmen musste.

Als Aindling auf ein Remis hoffen durfte, gab’s die kalte Dusche. Felgenhauer, von Völker nicht entschieden genug attackiert, traf aus der Drehung aus zehn Metern in die rechte untere Ecke (75.). Und dann wurde Aindling eiskalt ausgekontert: Felgenhauer, Hofs Bester, schickte Daniel Meyer auf die Reise, der Geisler keine Abwehrchance ließ (0:2/81.).

TSV Aindling: Geisler – Söllner (84. Schwindl), Scheifel, Völker, Simon Huber – Woltmann – Bakovic (78. Penic), Deppner – Fischer – Modes, Knauer (59. Koch).

SpVgg Bayern Hof: Berchthold – Findeiß, Ascherl, Gareis, Amegan – Henriques (79. Fleischer), Schraps – Ekinci (74. Yetkin), Felgenhauer, Schäffler (74. Meyer) – Gashi.

Tore: 0:1 Felgenhauer (75.), 0:2 Meyer (81.) – SR: Friedrich (München) – Z.: 320 – Gelbe Karte: Völker – Felgenhauer.

Von Heribert Oberhauser


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Veröffentlicht am 18.03.2012 21:29 Uhr



 
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