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TSV Aindling: Kleiner Schönheitsfehler

Aindling – „Es war wie immer. Das, was wir wollten, ist aufgegangen“, meinte Stefan Anderl, Trainer des Bayernligisten TSV Aindling. Nur einen kleinen Schönheitsfehler hatte der Matchplan des Gundelfingers. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison passte gestern Abend das Ergebnis nicht. Mit einem 1:1 (0:0) musste sich der TSV gegen den nun zum sechsten Mal in Folge unbesiegten FSV Erlangen-Bruck begnügen, obwohl er genügend Chancen hatte, das Spiel zu gewinnen.


<p>Kleiner Schönheitsfehler </p>

Die Aindlinger Huber, Simon (rechts) und Kilian (Nr. 5), attackieren Rico Röder. Kilian Huber, der normalerweise in der „Zweiten“ spielt, ersetzte den verletzten Sebastian Szikal im defensiven Mittelfeld. Der TSV zeigte beim 1:1 gestern Abend gegen Erlangen-Bruck wieder eine gute Partie, musste aber in der Schlussphase noch den Ausgleich hinnehmen. Foto: Siegfried Kerpf


Anderl begann wie angekündigt mit jener Formation, die am vergangenen Samstag in Hof ab Mitte der ersten Hälfte auf dem Platz stand, also mit Phillip Eweka im rechten Mittelfeld. Noch nicht mit dabei waren die beiden Neuzugänge Benedikt Neumann, der zwar schon spielberechtigt ist, aber im 18-Mann-Kader noch keine Berücksichtigung fand, sowie Herbert Obele (Urlaub).

Es sah sehr gefällig aus, was die Aindlinger in der ersten Hälfte ablieferten. Dominik Kochs Dropkick vom linken Strafraumeck lenkte FSV-Schlussmann Rainer Hausner noch so eben an den Pfosten (3.), kurz darauf zischte ein Fernschuss von Sebastian Szikal knapp am Gehäuse der Mittelfranken vorbei. Für Aindlings defensiven Mittelfeldspieler war wegen einer Wadenverletzung frühzeitig Dienstschluss. Er wurde von Kilian Huber ersetzt, der normalerweise in der U 23 zum Einsatz kommt, gestern aber drei Klassen höher einen soliden Part spielte.

Hausner, Erlangens Bester, musste bei tropischen Verhältnissen Schwerstarbeit verrichten. Erst musste er aus seinem Kasten eilen, um vor Marcel Ebeling zu retten (19.), kurz darauf klärte Hausner einen 15-m-Schuss des TSV-Angreifers zur Ecke (22.). Beide Male kam das Zuspiel von Sebastian Fischer. „Wir sind wieder kompakt gestanden und haben nach der Balleroberung sofort Torchancen kreiert“, sagte Anderl.

Die erste große Möglichkeit nach dem Seitenwechsel hatten wieder die Hausherren, aber erneut stand Hausner einem Aindlinger Torerfolg im Weg (59.). Nach Doppelpass mit Fischer tauchte Ebeling frei vor dem FSV-Gehäuse auf, scheiterte aber am glänzend reagierenden Torhüter. „Er hat uns im Spiel gehalten“, so Gästetrainer Gerd Klaus. Der sah fast im Gegenzug die beste Möglichkeit für sein Team. Thomas Geisler im TSV-Tor war schon geschlagen, aber Sergej Scheifel rettete auf der Linie gegen Dennis Haan (60.).

Anderl wollte unbedingt die drei Punkte und brachte mit Patrick Modes einen zusätzlichen Angreifer. Der noch für die Junioren spielberechtigte Stürmer hatte gleich mit einem Heber eine gute Szene, aber Hausner ließ sich nicht überlisten (69.). Dann machte sich Koch zu einem Sololauf auf, drang in den Strafraum ein, legte sich die Kugel am herausstürzenden Hausner vorbei und kam zu Fall. Referee Rainer Pongratz entschied auf Elfmeter, dessen Berechtigung die Gäste anzweifelten. Fischer war’s egal, er zimmerte den Ball zum 1:0 hoch in den rechten Winkel (75.). Kurz darauf erneut ein Aufschrei am Schüsselhauser Kreuz, als die rot-weiße Anhängerschar ein Handspiel von Dennis Weiler gesehen haben wollte, diesmal blieb Pongratz’ Pfeife stumm (80.).

Bitter für Aindling, dass eine kleine Unaufmerksamkeit in der Defensive mit dem Ausgleich bestraft wurde. Für einen Augenblick war der TSV an seiner rechten Flanke offen. Rico Röder brachte die Kugel scharf in den Fünfmeterraum, wo sie Hakim Graine zum Ausgleich über die Linie beförderte (83.).

TSV Aindling: Geisler – Söllner, Scheifel, Völker, Simon Huber – Woltmann, Szikal (24. Kilian Huber) – Eweka (65. Modes), Fischer, Koch – Ebeling (82. Schön).

FSV Erlangen-Bruck: Hausner – Mahr, Weiler, Leikam, Völker – Krämer, Dolan (55. Graine) – Röder, Lunz, Romano (71. Schaab) – Ulbricht (55. Haan).

Schiedsrichter: Pongratz (Regen).

Zuschauer: 420.

Tore: 1:0 Fischer (75./Foulelfmeter), 1:1 Graine (83.).

Gelbe Karte: Kilian Huber – Lunz.

Von Herbert Walther



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Veröffentlicht am 26.08.2011 22:22 Uhr