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TSV Aindling: Fünf Ausfälle sind zu viel

Heimstetten – Auch sein zweites Auswärtsspiel in der jungen Bayernligasaison hat der TSV Aindling verloren. Nach dem 2:3 in Frohnlach setzte es gestern Abend beim SV Heimstetten eine verdiente 1:2 (0:1)-Niederlage. Aufgrund einer eklatanten Ersatzgestellung war der TSV von vornherein nur krasser Außenseiter und ist nun seit drei Spielen sieglos. Bei Heimstetten stellte Orhan Akkurt seine Torjägerqualitäten mit zwei Treffern unter Beweis, für Aindling war Marcel Ebeling in der Nachspielzeit erfolgreich.


<p>Fünf Ausfälle sind zu viel </p>

Sebastian Fischer (links) gehörte bei der 1:2-Niederlage in Heimstetten zu den besten Aindlingern. Der Regisseur initiierte einige gute Angriffe, die jedoch nichts einbrachten. Foto: Matthias Vogel


Für Aindling kam’s personell knüppeldick. Neben Medara (Kreuzbandriss) und Koch (Nasenbeinbruch) mussten Völker (Angina), Knauer (lädiertes Knie) und kurzfristig auch Michael Fischer passen. Letzterer meldete sich mit 40 Grad Fieber ab. Damit fehlte beim TSV ein Quintett aus der Startelf der Bayernligaouvertüre gegen Schweinfurt. Dafür kam der letzte Neue Tomislav Bakovic (auf der Sechs neben Woltmann) zu seinem Debüt, Marcel Ebeling stand als Solostürmer erstmals in der Startformation, Christian Schön und Werner Meyer besetzten im Mittelfeld die Flanken, und Sebastian Szikal rückte für Völker ins Abwehrzentrum. Auf der Bank hatte der Gast neben Hellmann, Schaffer und Modes mit Kilian Huber und Mathias Jacobi zwei aus der Reserve. Trainer Stefan Anderl gewann diesem Beinahe-Supergau immerhin den positiven Aspekt ab, seine zweite Reihe auch mal in einem Punktspiel zu sehen.

Aindling musste sich vom Anpfiff weg einer Überlegenheit der in Bestbesetzung angetretenen Heimstettener erwehren. Die Gastgeber strebten nach einer 1:1-Trilogie mit Macht nach dem ersten Sieg. Die ersten gefährlichen Schüsse von Akkurt und Dominik Schmitt verfehlten noch das Ziel, aber bei der dritten Chance schlug’s in Thomas Geislers Kasten ein. Akkurt versenkte Sascha Steinachers Flanke wuchtig per Kopf (16.).

Mittelfeld und Angriff des TSV konnten zunächst kaum für Entlastung sorgen. Das änderte sich nach etwa einer halben Stunde, vor allem dank einiger blitzgescheiter Zuspiele Sebastian Fischers. Dem verheißungsvollsten auf Linksverteidiger Simon Huber blieb Zählbares nur versagt, weil Patrick Lehner gedankenschnell aus seinem Kasten rannte (33.). Auf der anderen Seite war Geisler gegen den frei vor ihm auftauchenden Akkurt gefordert, parierte mit prächtigem Reflex (43.). Trotz des drohenden 0:2, die letzte Viertelstunde des ersten Abschnitts machte den TSV-Fans durchaus Hoffnung. Die Abwehr hatte sich stabilisiert, und die Offensive setzte inzwischen deutlich mehr Akzente.

Aber diesen Trend vermochten die Rot-Weißen nicht über die Halbzeitpause zu transportieren. Ebeling zeigte zwar, dass er mit dem Ball umzugehen weiß, war aber vorne zu sehr auf sich allein gestellt. Heimstetten dominierte wieder. Als Aindling auf seiner linken Abwehrseite nicht aufpasste, verwertete Akkurt Dominik Schmitts Flanke mit einer Direktabnahme aus acht Metern zum 2:0 (55.).

Aindlings Bemühungen, das Blatt zu wenden, blieben ohne Ertrag. Am Ende musste der Gast froh sein, nicht das 0:3 zu kassieren. Sergej Scheifel und Geisler retteten gemeinsam gegen den einschussbereiten Akkurt (76.). Ebelings 1:2 mit sehenswertem 20-m-Schuss kam zu spät, um die Niederlage noch abzuwenden.

SV Heimstetten: Lehner – Wich, Löppert, Mayer, Daniel Steinacher – Christoph Schmitt (83. Neumeyer) – Ünver (58. Paul), Sascha Steinacher – Dominik Schmitt – Aydemir (72. Ernesto), Akkurt.

TSV Aindling: Geisler – Söllner, Szikal, Scheifel, Huber – Bakovic (65. Modes), Woltmann – Schön (80. Schaffer), Sebastian Fischer, Meyer (56. Kilian Huber) – Ebeling.

Schiedsrichter: Achmüller (Freyung).

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 (16.) Akkurt, 2:0 (55.) Akkurt, 2:1 (90+2) Ebeling.

Von Heribert Oberhauser



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Veröffentlicht am 03.08.2011 23:06 Uhr