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TSV Aindling: Nur das Ergebnis passt nicht

Aindling – Für den Aufwand, den der TSV Aindling gestern Nachmittag im Heimspiel gegen den TSV Großbardorf betrieben hat, ist er mit dem 1:1 (1:0)-Unentschieden nur unzureichend entlohnt worden. Das junge Aindlinger Bayernliga-Team begeisterte mit seiner Spielweise erneut das eigene Publikum, versäumte es aber, für klare Verhältnisse zu sorgen. „Es war wieder ein wunderbares Spiel meiner Mannschaft, mehr kann man nicht verlangen“, sagte Aindlings Trainer Stefan Anderl, „nur das Ergebnis hat nicht gepasst.“ Sein Großbardorfer Kollege Hansjürgen Ragatti war froh, einen Punkt mit ins Grabfeld genommen zu haben: „Die Aindlinger waren so nett, uns im Spiel zu lassen.“


<p>Nur das Ergebnis passt nicht </p>

Abwehrchef Tobias Völker (rechts) machte es seinen stürmenden Kollegen vor, wie man Tore schießt. Sein 1:0 konnte der TSV Aindling jedoch nicht über die Zeit retten, musste sich am Ende gegen den TSV Großbardorf mit einem 1:1 bescheiden. Foto: Siegfried Kerpf


Wie von Anderl angekündigt, kehrten die in Frohnlach absenten Sergej Scheifel und Simon Huber in den Defensivverbund zurück, Daniel Söllner spielte rechts in der Viererkette, wo der 18-Jährige in seinem zweiten Bayernligaspiel von Beginn an wieder eine starke Partie ablieferte. Überhaupt knüpften die Rot-Weißen an die guten Vorstellungen der ersten beiden Begegnungen an, was lediglich fehlte, waren Tore. Chancen dazu hatten die Lechrainer im ersten Abschnitt reichlich.

Simon Knauer traf nach Sebastian Fischers Zuspiel aus der Drehung den linken Pfosten (16.), Sebastian Szikal scheiterte nach Dominik Kochs Vorarbeit freistehend am Keeper der Unterfranken, Klaus Freisinger (23.). Bei der anschließenden Ecke herrschte dicke Luft im Gästestrafraum, irgendwie brachten die Großbardorfer Abwehrspieler immer wieder ein Bein dazwischen bei Schüssen von Knauer und Scheifel.

Freisinger war kurz darauf erneut gefragt, als er sich bei Michael Fischers 17-m-Schuss gewaltig strecken musste (25.). Bei Aindlings längst verdientem Führungstreffer war Freisinger jedoch nicht ganz schuldlos, als er eine Ecke von Sebastian Fischer nicht weit genug klärte. Tobias Völker, mit dem Rücken zum Tor stehend, überwand den Bardorfer Keeper mit einem feinen Lupfer (40.).

Auch nach dem Seitenwechsel gingen die Gastgeber mit ihren Möglichkeiten zu großzügig um. Nach Sebastian Fischers feinem Pass lief Koch alleine Richtung Großbardorfer Gehäuse, scheiterte aber an Freisinger (50.). „Wie wir uns die Chancen erarbeitet haben, war gut“, sagte Anderl. Mit der Ausbeute konnte der Gundelfingener jedoch nicht zufrieden sein.

Die bis dahin so gut wie kaum präsenten Grünhemden mussten nun natürlich mehr in die Offensive investieren. Mit Simon Heim brachte Ragatti einen zweiten Angreifer. Mehr Zug zum gegnerischen Tor entwickelten aber weiterhin die Gastgeber. Fast immer war Knauer an den gefährlichen Szenen beteiligt, doch weder mit dem Fuß (59.) noch mit dem Kopf (63.) hatte der lange Mittelstürmer Fortune. Auch personell sind die Lechrainer nicht vom Glück verfolgt. Nach Aldin Medara (Kreuzbandriss) müssen die Aindlinger mit Dominik Koch einen weiteren Schwerverletzten beklagen. Bei einem Kopfballduell mit Christian Heilmann zog er sich mindestens einen Nasenbeinbruch zu.

Doch damit nicht genug. Es sollte sich rächen, dass die Aindlinger mit ihren Chancen allzu großzügig umgegangen waren. Nach einer Freistoßvariante erzielte Wajos Dinudis aus heiterem Himmel den Ausgleich (77.). „Das war für uns natürlich bitter“, so Anderl. Es hätte sogar noch schlimmer kommen können, wenn der kaum geprüfte TSV-Keeper Thomas Geisler einen Freistoß von Markus Lurz nicht gerade noch an den Pfosten gelenkt und Tobias Völker in letzter Instanz vor dem zum Einköpfen bereiten Heim geklärt hätte. Ein Großbardorfer Sieg wäre dann aber doch des Guten zu viel gewesen.

TSV Aindling: Geisler – Söllner, Scheifel, Völker, Huber – Woltmann, Szikal – Koch (73. Modes), Sebastian Fischer, Michael Fischer (58. Meyer) – Knauer (81. Ebeling).

TSV Großbardorf: Freisinger – Heilmann, Orf, Lurz, Götzfried – Zang (57. Heim), Schönwiesner – Stahl (72. Kirchner), Leicht, Hirn – Rieß (46. Dinudis).

Schiedsrichter: Bloch (Grafenau/Ndb.).

Zuschauer: 480.

Tore: 1:0 Völker (40.), 1:1 Dinudis (77.).

Gelbe Karte: Huber – Heilmann, Zang, Hirn.

Von Herbert Walther



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Veröffentlicht am 31.07.2011 20:43 Uhr