Kühbach    

"Haltlose Vorwürfe"

Paar/Großhausen - Als völlig haltlos bezeichnet der Landwirt Christian Krammer aus dem Kühbacher Ortsteil Paar die "Anschuldigungen" vonseiten der Bürgerinitiative "Paartal erhalten" um Dr. Klaus Kundel und Stefan Lechner. Er hat sich mit einem Brief an die Bürgerinitiative (BI) gewendet. Darin erklärt er unter anderem, dass er rechtliche Schritte prüfen lässt.


Streit um Mehrzweckhalle
Es rumort in Paar: Ein Landwirt möchte eine Mehrzweckhalle etwa 700 Meter südlich der Paar bauen - der Bürgerinitiative, die das verhindern will, wirft er vor, Falschaussagen zu verbreiten.
Helene Monzer


Wie bereits mehrfach berichtet, will die Bürgerinitiative den Bau einer 48 auf 20 Meter großen Mehrzweckhalle zwischen den Ortsteilen Großhausen und Paar verhindern. Den dazu notwendigen Bauantrag hat der 24-jährige Christian Krammer im vergangenen Jahr gestellt. Der Marktgemeinderat Kühbach hatte ihn damals mit einer Stimmengleichheit von 8:8 abgelehnt.
Nun liegt er beim Landratsamt in Aichach. Neuigkeiten gibt es laut Angaben des Antragstellers noch nicht. Fahrt aufgenommen hat die Angelegenheit allerdings an anderer Stelle. Wie Dr. Klaus Kundel unserer Redaktion mitteilte, hätte der Antragsteller Krammer ihm und der Bürgerinitiative am Ende des Briefes, der unserer Redaktion vorliegt, rechtliche Schritte angekündigt, wenn die "Falschinformationen im Flyer", wie Krammer es ausdrückt, nicht umgehend richtiggestellt würden. Das bestätigte der Landwirt auf Nachfrage unserer Zeitung. "Aktuell lasse ich rechtliche Schritte prüfen", erklärte er gestern am Telefon.
Auf diese Aufforderung indes will die Bürgerinitiative vorerst nicht reagieren, wie die Sprecher sagen. "Wir werden diese Einschüchterung erst einmal ignorieren", meinte Kundel auf Nachfrage. In dem von ihm als "Drohbrief" bezeichneten Dokument geht Krammer auf die Kritikpunkte der Bürgerinitiative ein. Besonders im Fokus stehen dabei zwei Themen. Zum einen vermuten die Sprecher der Bürgerinitiative, der eigenen Angaben zufolge inzwischen mehrere hundert Bürger ihre Unterstützung zugesichert haben, dass das Agrarunternehmen Krammer, das der Antragsteller vor sechs Jahren von seinem Vater übernommen hat, in der neuen Halle Asche brechen und auf den Feldern ausbringen will.
Krammer sagt dazu: "Wir kaufen aktuell Kalkdünger, der Asche enthält. Das ist ein hochwertiges Naturprodukt, das auch im Biobereich verwendet wird. Asche zu brechen, war und ist nicht unser Ziel - und übrigens auch nicht Gegenstand des Antrags." Dass Asche davon abgesehen nicht gleich Asche sei, stellte Krammer ebenso klar. Der Landwirt betonte, dass der Bau einer neuen Halle dringend erforderlich sei und er sein Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten wolle.

Von Bastian Brummer



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Veröffentlicht am 24.02.2021 18:29 Uhr