Baar    

Nachweihe der Fahne zum 140-jährigen Bestehen

Schiltberg - Bei regnerischem Wetter beging die Schiltberger Feuerwehr am Samstag ihr 140-jähriges Gründungsjubiläum. Doch der Festausschuss um die Vorsitzende Stephanie Lechner hatte vorgesorgt und die Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses durch ein Zelt verlängert, um den rund 200 Festgästen einen Platz im Trockenen zu bieten. Bereits um 13 Uhr starteten die Feierlichkeiten mit einem Familiennachmittag mit Kinderschminken und Hüpfburg. Ab 17 Uhr trafen dann die geladenen Ortsvereine, die Feuerwehren aus dem Umkreis, sowie die Ehrengäste ein.


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Pater Markus Szymula zelebrierte die Nachweihe der restaurierten Fahne. Foto: Sabrina Rauscher


Die Kreisbrandinspektion wurde vertreten durch Kreisbrandrat Christian Happach, Kreisbrandinspektor Otto Heizer sowie die beiden Kreisbrandmeister Michael Bergmeier und Michael Schlickenrieder. Den offiziellen Teil eröffnete Schiltbergs Pfarrer Pater Markus Szymula mit einer kurzen Andacht.
In diesem Rahmen wurde die Nachweihe der kürzlich restaurierten Vereinsfahne durchgeführt. Die Nachweihe der Fahne ist auch einer der Gründe, warum die Wehr bereits das 140-jährige Gründungsjubiläum feiere und nicht erst das 150-jährige, berichtete die Vorsitzende Stephanie Lechner in ihrer Ansprache. "Und weil es der aktuelle Zeitgeist leider schwierig macht, Veranstaltungen langfristig planen zu können", fügte Lechner an. Auch der Kommandant der Schiltberger Wehr, Stefan Schmid, verglich die Feier sinnbildlich mit einem tiefen langen Atemzug, bevor man wieder in einen ungewissen Ausgang des Rest-Jahres übergehe.
Schmid, der momentan als Kommandant eine aktive Mannschaft von über 40 Personen um sich schart, berichtete von den Vorzügen einer freiwilligen Feuerwehr. "Unsere Stärke ist es, dass sich in unserer Mannschaft Personen aus ganz verschiedenen Bereichen befinden", erklärte der Kommandant. Jeder würde seine Erfahrung mit ins Team einbringen, sowohl persönlich als auch beruflich. So hätte es kürzlich unheimlich geholfen, dass Zimmerer mit unter den aktiven Feuerwehrleuten waren.
Kreisbrandrat Christian Happach lobte den Teamgeist der Feuerwehr. "Ihr schaut nicht weg, wenn Hilfe benötigt wird", so Happach. Dieser Grundgedanke sei in den vergangenen 140 Jahren gleichgeblieben, fand das Oberhaupt der Kreisbrandinspektion.
Schiltbergs Bürgermeister und Schirmherr Peter Kellerer sieht hingegen die gesamte Bevölkerung in der Pflicht, die Ehrenamtlichen der Feuerwehr zu unterstützen. Denn es sei mittlerweile nicht mehr einfach, ehrenamtliche Führungskräfte zu finden, so Kellerer.
Der Bürgermeister wagte auch einen kurzen Blick in die Vergangenheit, als er berichtete, dass die erste Feuerwehrspritze der Schiltberger Wehr damals für 1000 Mark angeschafft wurde. "Für mehr war kein Geld da. Da geht's uns heute auch wieder nicht besser", fügt das Gemeindeoberhaupt launig hinzu. "So und jetzt feiert, ihr habt es euch verdient", beschloss Peter Kellerer seine Rede.
Mit einem gemeinsamen Essen ging die Gesellschaft schließlich zum gemütlichen Teil über, der später mit einer Party mit Barbetrieb endete. Die Stärke sind die vielfältigen Erfahrungen

Von Sabrina Rauscher


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Veröffentlicht am 25.09.2022 18:06 Uhr