Augsburg    

International School startet Campusplanungen

Gersthofen - Die Planungen der International School Augsburg, am Gersthofer Bahnhof einen zukunftsfähigen Schulcampus zu errichten, sind in vollem Gange. Im Rahmen des Studiengangs Transformation Design beteiligen sich nun auch Studenten der Hochschule Augsburg an dem Bauprojekt.


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Das Schulgebäude der International School Augsburg soll in Zukunft um einen neuen Campus am Gersthofer Bahnhof erweitert werden. Foto: International School Augsburg


Nach dem Börsengang ist vor dem Börsengang: Im März hat die International School Augsburg (ISA) erfolgreich den IPO ihrer Bildungsaktie an der Münchner Börse abgeschlossen. Fast 600 Investoren wurden so die ersten Bildungsaktionäre am deutschen Kapitalmarkt, wie die ISA in einem Pressebericht mitteilt. Jetzt beginnt die Schule mit der Konkretisierung ihrer Pläne für den neuen Schulcampus am Gersthofer Bahnhof.
Bei der heutigen Münchner Kapitalmarkt-Konferenz will der Vorstand der ISA die nächsten Schritte vorstellen und erläutern, warum Investitionen in die gemeinnützige Aktiengesellschaft ISA wertvoll seien. "Die ersten Gespräche mit der Stadt Gersthofen haben begonnen", so Marcus Wagner. "Wir wollen so schnell wie möglich alle notwendigen Voraussetzungen für den Start des Neubauvorhabens schaffen. Am alten Standort stoßen wir überall an unsere Grenzen."
Das Bauprojekt soll aber nicht nur zügig angestoßen werden, sondern auch von Innovation geprägt sein. "Die Pandemie zeigt Schulen und Lehrern täglich, worauf es ankommt", sagt Cathie Mullen, die im Vorstand die Pädagogik der Schule verantwortet. "Die Bildungswelt erfährt einen regelrechten Digitalisierungsschub. Das sehen wir bei der ISA positiv. Mit dem Schulneubau haben wir die einmalige Gelegenheit, die Erkenntnisse aus der Pandemie über die Zukunft unserer Bildung in unserer Planung zu berücksichtigen." Das sei auch das Innovationspotenzial des neuen Campus. "Dank einer ausgeklügelten und seit mehreren Jahren implementierten digitalen Cloudstrategie konnte die ISA den Unterricht während der gesamten Pandemie faktisch ohne Unterbrechung fortsetzen", so Mullen. "Daraus ergeben sich viele neue Erkenntnisse, welche Voraussetzungen ein Schulgebäude der Zukunft haben muss."
Um einen innovativen Schulcampus bauen zu können, brauche es aber auch innovative Köpfe. Deshalb hat die International School beschlossen, im Rahmen eines Projektes mit den Studenten des Masterstudiengangs Transformation Design der Fakultät für Gestaltung zusammenzuarbeiten. Dabei entwickeln die Studenten gemeinsam mit ISA-Mitarbeitern, Schülern und Eltern Ideen, die in die Planungen des zukünftigen Campus einfließen können. "Auch die Hochschule Augsburg hat einen starken Fokus auf die Förderung der Internationalisierung in der Region, denn unsere regionale Wirtschaft ist längst international ausgerichtet", sagt Sarah Hatfield, Professorin für Change Management an der Fakultät für Wirtschaft und Projektinitiatorin, über die Beteiligung ihrer Studenten. "Dieses Projekt intensiviert nebenzu den Dialog zwischen wichtigen Bildungsinstitutionen."
Über den Börsengang konnte die International School laut eigenen Angaben einen wesentlichen Teil des Finanzierungsbedarfs einwerben - obwohl das Gesamtergebnis hinter der erhofften Resonanz zurückgeblieben sei. "Sehr positiv hat uns überrascht, dass vor allem Privatanleger die große Bedeutung von Investition in Bildung erkannt haben und an unserem Projekt teilhaben wollen. Wir hoffen sehr, dass bald auch mehr institutionelle Investoren dieses Zukunftssegment sehen und sich von unserem Angebot, in Bildung und damit die eigenen Investments der Zukunft zu investieren, angesprochen fühlen", sagt Marcus Wagner. "Denn der Staat alleine wird die für hochwertige Bildung und den Standort Deutschland dringend erforderlichen Bildungs-Investitionen alleine nicht mehr stemmen können."
Für die International School Augsburg bedeutet diese Erkenntnis, dass die fehlenden Mittel zur Sicherstellung des Campus-Projekts mit weiteren Kapitalmarktmaßnahmen, die der Schule jetzt durch die Präsenz am Kapitalmarkt zur Verfügung ständen, eingenommen werden sollen. Nach dem IPO ist also vor dem IPO. Gesamtergebnis blieb hinter Erwartung zurück


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Veröffentlicht am 02.05.2021 17:26 Uhr