Aindling    

Tomas Zinnecker setzt sich klar durch

Aindling – Selbst überrascht von soviel Zustimmung freute sich Aindlings alter und neuer Bürgermeister Tomas Zinnecker sichtlich über sein Ergebnis: Trotz zweier Gegenkandidaten schaffte es der Amtsinhaber locker, den Fluch der dritten Amtszeit zu brechen und setzte sich mit 68,79 Prozent der Stimmen durch.


<p>Tomas Zinnecker setzt sich klar durch </p>

Auf gute Zusammenarbeit: Bernd Aichele vom Bürgerwillen (rechts) gratulierte Amtsinhaber Tomas Zinnecker zum „riesen Ergebnis.“ Die Aindlinger bestätigten ihren Bürgermeister mit 68,79 Prozent für eine dritte Amtszeit. Fotos: Verena Heißerer


Schon nach der Auszählung der ersten Wahlbezirke zeichnete sich das gute Ergebnis für den 54-jährigen CSU-Mann ab. Telefonisch erreichten ihn bereits die ersten Glückwünsche bei der Wahlparty im Sitzungssaal im Aindlinger Rathaus. Und dennoch fiel ihm offenbar ein Stein vom Herzen, als um 18.49 Uhr das Ergebnis feststand.

Zinnecker kam auf 1492 Stimmen, Bernd Aichele vom Bürgerwillen kam auf 576 und Helga Holland nur auf 101. Damit hatten die beiden Herausforderer ihr Ziel, den Amtsinhaber in die Stichwahl zu zwingen, klar verpasst.

Bernd Aichele machte am Wahlabend keinen Hehl daraus, dass er sich mehr erhofft hatte. Gemeinsam mit den Kandidaten des Bürgerwillen war er von Haus zu Haus gegangen. Dass den 51-jährigen Vertriebsleiter der Telekom niemand gekannt habe, daran könne es nicht gelegen haben. „Wir haben nichts gegeneinander, möge der Bessere gewonnen haben“, meinte Aichele in Bezug auf den klaren Wahlsieger.

Die Dritte im Bunde, Helga Holland, zählte, während die Wahlparty in Aindling lief, in Augsburg Stimmen aus. „Dort war das Ergebnis der SPD schon miserabel, aber nicht so schlecht wie in Aindling“, kommentierte die 55-Jährige. Mit 4,66 Prozent habe sie ihr Minimalziel von sechs Prozent klar verfehlt. Am Wahlkampf kann es ihrer Meinung nach nicht gelegen haben. „Wir waren sehr engagiert und hatten auch viele gute Gespräche“, wunderte sie sich doch etwas über das deutliche Ergebnis für Zinnecker.

Der freute sich währenddessen riesig, das Gesetz, dass ein Bürgermeister nach zwei Amtszeiten abgewählt werde, durchbrochen zu haben. Zwar habe er eine Stichwahl nie ganz ausgeschlossen, sie aber doch für unwahrscheinlich gehalten. Der Wahlkampf sei teils – nicht von den anderen Bürgermeisterkandidaten – unter der Gürtellinie geführt worden, doch die Leute hätten das Gott sei Dank nicht honoriert.

Enttäuscht zeigte er sich von der niedrigen Wahlbeteiligung: Obwohl sie die Auswahl zwischen drei Kandidaten hatten, gingen nur 2187 Aindlinger (63,06 Prozent) an die Urne. Kaum mehr als vor sechs Jahren, als Zinnecker alleine angetreten war.


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Die Herrin der Zahlen: Ulrike Schmid warf die Schnellmeldungen aus Aindling, Todtenweis und Petersdorf an die Wand.




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Veröffentlicht am 27.10.2014 23:04 Uhr




 

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