Aichach    

Die Uhr tickt gegen Windkraft

Dachau/Aichach – Es wird eng für die geplanten Windparks in der Region. Wieder einmal. Doch diesmal nicht, weil sich Ministerpräsident Horst Seehofer eine neue Abstandsregelung hat einfallen lassen. Sondern weil in Berlin vermutlich Entscheidungen zur Energiewende fallen werden, die der Windkraft in Bayern den Garaus machen könnten.

Mit dieser Erkenntnis kamen die CSU-Landtagsabgeordneten von ihrer Klausurtagung im idyllischen Wildbad Kreuth zurück. Der Kleinberghofener Maximilianeums-Neuling Anton Kreitmair bringt es auf den Punkt: „Bürgerwindkraft ist bei uns politisch nicht gewollt.“

Der oberbayerische Bauernverbands-Chef macht sein Urteil an zwei Gesetzesvorhaben der Berliner Koalition fest. Zum einen soll die EEG-Umlage drastisch gesenkt gesenkt, möglicherweise schon kurzfristig. Zum anderen will die Bundesregierung die sogenannte 75-Prozent-Referenzregel einführen – danach werden zukünftig nur noch Windkraft-Anlagen gefördert, die mindestens 75 Prozent des energetischen Ertrages liefern, den die Turbo-Windmühlen an der Küste produzieren.

Ilse Aigner berichtete in Kreuth vom Berliner Stand der Dinge und hinterließ deprimierte Abgeordnete wie zum Beispiel Kreitmair. Der Landwirt gehört zu einer Gruppe Erdweger Bürger, die einen kleinen Windpark im Buchwald bei Welshofen errichten wollen. Die Erdweger Windkraft-AG macht sich Sorgen, wann die Vorhaben umgesetzt werden. Beides könnte recht kurzfristig über die Bühne gehen, wurde in Kreuth gemunkelt. Angeblich sitzen die zuständigen Bundesregierungsmitglieder schon an diesem Wochenende zusammen. Für Anfang kommender Woche werden erste Ankündigungen erwartet.



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Veröffentlicht am 17.01.2014 16:15 Uhr



 
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