Augsburg    

Notwendigkeit oder "Baumfrevel"?

Augsburg - Die Spaziergängerin redet sich in Rage. "Das ist unverantwortlich", sagt sie, "der reinste Kahlschlag". Auslöser ihres Ärgers: 50 Bäume, die für ein Bauvorhaben im Spickel weichen mussten. Der Tennisclub Augsburg (TCA) will auf seinem Gelände einen neuen Komplex mit insgesamt sechs Hallen errichten. Deswegen mussten die Bäume jetzt im März weichen. Nur eine von zahlreichen Fällungen in den zurückliegenden Monaten.

r101618BäumegefälltTCASpickel

Augsburg - Die Spaziergängerin redet sich in Rage. "Das ist unverantwortlich", sagt sie, "der reinste Kahlschlag". Auslöser ihres Ärgers: 50 Bäume, die für ein Bauvorhaben im Spickel weichen mussten. Der Tennisclub Augsburg (TCA) will auf seinem Gelände einen neuen Komplex mit insgesamt sechs Hallen errichten. Deswegen mussten die Bäume jetzt im März weichen. Nur eine von zahlreichen Fällungen in den zurückliegenden Monaten.
Als "Baumfrevel" bezeichnete zuletzt Stadträtin Regina Stuber-Schneider von den Freien Wählern den Umgang mit dem Grün in Augsburg, nachdem Ende Februar in Göggingen ein 100 Jahre alter Walnussbaum bei Bauarbeiten im Wurzelwerk und im Kronenbereich so stark beschädigt wurde, dass er gefällt werden musste. Ähnlich war es gleich alten Kastanien vor zwei Jahren ebenfalls in Göggingen ergangen. In der Folge brachte die Stadt Augsburg einen Leitfaden zum Baumschutz heraus.
Doch in Augsburg reißen die Meldungen von gefällten Gehölzen nicht ab. Ob wegen der Theatersanierung in der Innenstadt, wegen der geplanten Ausflugsgaststätte am Lechhauser Flößerpark oder wegen des Hochwasserschutzes am Herrenbach: Vielerorts setzt die Stadt die Säge an - und das ausgerechnet unter einem grünen Umweltreferenten.


Von Janina Funk
 


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.

Veröffentlicht am 19.04.2018 23:00 Uhr




 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief