Augsburg    

Osterplärrer: Neun-Euro-Maß und Betonabweiser

Augsburg - Im Jahr 1878 öffnete der Augsburger Plärrer zum ersten Mal seine Pforten. 140 Jahre später lockt er noch immer Tausende Besucher auf das Gelände des Kleinen Exerzierplatzes. Auch wenn der Bierpreis seither um ein Vielfaches gestiegen ist und dieses Jahr die Neun-Euro-Marke knackt. Auch das Thema Sicherheit wird bei der Erstauflage mutmaßlich eine untergeordnetere Rolle eingenommen haben.

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Heute bezieht sich darauf stets eine der ersten Fragen, die vor Großveranstaltungen gestellt werden. "Die Sicherheit steht über allem", sagte deshalb auch Ordnungsreferent Dirk Wurm auf der Pressekonferenz zum bevorstehenden Osterplärrer.
Seine Ausführungen begannen jedoch mit einem Aber. Zwar kündigte er "sinnvolle Maßnahmen" an, aber ohne mobile Sperren. Die Stadt hatte bei einem Schweizer Hersteller Lastwagen-Sperren geordert, die sie bei diversen Veranstaltungen einsetzen kann. Diese seien nun jedoch nicht rechtzeitig zum Osterplärrer lieferbar. Das habe Wurm erst vor Kurzem erfahren. Derart "gute Systeme sind extrem stark nachgefragt", begründete der Referent.
Also erläuterte Wurm die "sinnvollen Maßnahmen". So werden von der Polizei massive Sperren aus Eisen für den Haupteingang zur Verfügung gestellt. An der Langenmantelstraße wird erneut die Fahrspur gesperrt, die direkt am Festplatz entlang führt. Dieses Jahr wird sie zusätzlich mit sogenannten Betonabweisern gesichert. Die je eine Tonne schweren Klötze werden im Abstand von je zwei Metern aufgestellt. Auch der Eingang an der Holzbachstraße wird mit Betonelementen bestückt.
Ein privater Sicherheitsdienst wird an den Zugängen zudem Rucksäcke und Taschen kontrollieren. 16 000 Euro kosten die Stadt die Dienste der Securityfirma.
Freilich dreht sich längst nicht alles um die Sicherheit. So ist das 140. ja immerhin ein, wenn auch kleines, rundes Jubiläum. Dem Anlass entsprechend, werden am Ostersonntag, 1. April, ab der offiziellen Eröffnung um 10.30 Uhr 100 Minuten lang die Fahrpreise lediglich 1,40 Euro betragen. Für 11 Uhr ist der Fassanstich angesetzt. Ordnungsreferent Wurm vertritt dabei Oberbürgermeister Kurt Gribl.
Die Maß Bier kostet im Binswanger-Zelt neun Euro, im Schaller 9,10 Euro. Ein drittes Festzelt wird erst wieder ab dem Herbstplärrer betrieben. Über den künftigen Wirt will der Stadtrat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am Donnerstag diskutieren.
Von Christine Wieser und David Libossek


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Veröffentlicht am 22.03.2018 09:00 Uhr




 

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