Augsburg    

Aufschub für die Flugplatzheide: Freistaat ändert Pläne

Augsburg - Es gehört zu den umstrittensten Bauprojekten in Augsburg: Auf der Flugplatzheide will die Regierung von Schwaben Wohnungen für rund 300 anerkannte Flüchtlinge errichten - gegen den Widerstand engagierter Naturschützer. Jetzt hat der Freistaat überraschend seine Pläne geändert, was auch den Zeitplan nach hinten verschiebt.

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Geplant waren ursprünglich 13 Häuser am Bischofsackerweg mit insgesamt 79 Wohnungen, jede war mit ihren 45 Quadratmetern gedacht für eine vierköpfige Familie. Doch der Freistaat hat offenbar erkannt, dass der Bedarf an Wohnraum nicht so gleichförmig ist. Daher wird nun neu geplant, mit größeren und kleineren Einheiten, wie Ulrich Blickle, der Leiter des Staatlichen Bauamts Augsburg bestätigt. Die Vier-Personen-Einheiten werden ergänzt durch Wohnungen für sechs und acht Bewohner. "Manche Familien haben drei oder vier Kinder. Andere haben ihre Großeltern dabei", schildert Blickle.
Überhaupt steht das Projekt unter geänderten Vorzeichen. Der Entschluss, die Wohnungen zu bauen, sei gefallen, als der Flüchtlingszustrom auf einem Höhepunkt war, führt Blickle aus. Damals sei die Vorgabe gewesen, möglichst viel Platz zu schaffen. Heute gelte es, den Kostenrahmen von neun Millionen Euro unbedingt einzuhalten.

Von Markus Höck


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Veröffentlicht am 23.05.2017 23:00 Uhr




 

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