Motorrad fährt in Radlergruppe: 48-jähriger tot
Aichach/Mering – Groß war die Betroffenheit, als am Sonntagmittag im Start-/Zielbereich des erstmals durchgeführten Wittelsbacher Radmarathons im Ecknacher Gewerbegebiet bekannt wurde, dass einer der beteiligten Radler Opfer eines Verkehrsunfalls geworden ist. Ein 48-jähriges Mitglied des RSC Mering starb, als ein Motorradfahrer in eine Gruppe Radfahrer fuhr. Der 21-jähriger Motorradfahrer und ein 25-jähriger Radfahrer wurden schwer verletzt, ein 16-Jähriger und ein 31-Jähriger erlitten leichte Verletzungen.
Der Unfall ereignete sich im Landkreis Landsberg. Eine 20-köpfige Gruppe von Radlern des Radsportclubs Mering zwischen Hechenwang und Neugreifenberg unterwegs. Auf dieser nahe dem Ammersee gelegenen Strecke fuhr gegen 12.15 Uhr auch der Motoradfahrer aus Utting am Ammersee, der ein Auto überholen wollte, das in Richtung Neugreifenberg fuhr. Während des Überholvorgangs kollidierte er mit der Meringer Radler-Gruppe. Einer der Radfahrer wurde dabei getötet. Der Motorradfahrer wurde noch an der Unfallstelle von Rettungskräften reanimiert. Er und ein Radler wurden in ein Münchner Krankenhaus geflogen. Die beiden anderen Verletzten brachten Krankenwagen in eine Klinik. Mehrere Stunden waren die Polizeiinspektion Landsberg vor Ort, um die Unfallstelle zu sichern.
Im Start- und Zielbereich des Wittelsbacher Radmarathons in Ecknach herrschte lange Ungewissheit, ob die Opfer des Unfalls bei Neugreifenberg zum Teilnehmerfeld gehörten oder ob es sich möglicherweise um eine andere Gruppe von Radlern gehandelt hat. Die Marathon-Route wurde bei dem betreffenden Teilstück umgeleitet, auf dem die 171- und 222-Kilometer-Touren entlang gekommen wären.
Cheforganisator Reinhold Eigner erfuhr am Telefon zunächst von der Umleitung, erst später wurden die Befürchtungen, dass es sich bei den Opfern um Teilnehmer der Veranstaltung handelte, traurige Gewissheit.
Das Rote Kreuz alarmierte sofort ein Kriseninterventionsteam, um Radfahrer, die den Unfall beobachtet haben oder an der Unfallstelle vorbei kamen, sofort psychologisch betreuen zu können. Unter anderem war der Adelzhausener Pfarrer Eberhard Weigel im Einsatz. Auch am Unfallort selbst war ein elfköpfiges Team der Krisenbetreuer im Einsatz.
Am Ziel in Ecknach herrschte so am Ende einer eigentlich rundum gelungenen Veranstaltung sehr gedämpfte Stimmung, vielen Radlern, die ins Ziel rollten, stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Andere erfuhren erst durch eine Durchsage des Veranstalters von dem Unglück.
Weiterer Bericht über den Radmarathon folgt am Montag.
Bilder zu der Veranstaltung gibt es in der Galerie:
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Veröffentlicht am 17.05.2009 18:23 Uhr
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