Petersdorf    

Hilfe von Seehofer?

Alsmoos – Die beteiligten Gemeinden haben sich entschieden: Mit dem Ende des Schuljahres soll die Alsmooser Grundschule Geschichte sein. Der Schulverband wird aufgelöst, die Kinder kommen zurück nach Aindling und Pöttmes, die Alsmooser und Petersdorfer werden nach Willprechtszell geschickt. Doch die Interessensgemeinschaft für den Erhalt der Grundschule Alsmoos gibt nicht auf: In einem Brief hat sie sich nun an Ministerpräsident Horst Seehofer gewandt.

In dem Schreiben berichtet die IG über die Umstände, wie es zur, für sie „finalen Krönung“, kam: Vor 120 Bürgern beschloss der Petersdorfer Gemeinderat mit 7:6 Stimmen Ende März, nur die Willprechtszeller Grundschule zu erhalten. Für diesen Vorschlag votierten die Gemeinderäte aus den oberen Ortsteilen und der Bürgermeister. Ein vorangegangener Entschluss, beide Schulen zu erhalten, wurde damit aufgehoben.

Für die Interessensgemeinschaft um Thomas Schaffelhofer-Reinthaler und Christoph Reiner ist das unverständlich: „Unsere Gemeinde Petersdorf verzichtet freiwillig, gegen den Willen der Bürger auf eine Grundschule, die uns die Regierung von Schwaben eigentlich zugestehen wollte!“, schreibt sie an den Ministerpräsidenten. Außerdem unterstellt die IG dem Bürgermeister Johann Settele, der in Willprechtszell wohnt, und einigen Gemeinderäten unter anderem „reines Selbstinteresse“ und sogar „Amtsmissbrauch“. Seehofer solle den „Vorfall genau unter die Lupe nehmen“. Weiter hofft die IG darauf, dass er mit den Verantwortlichen ein klärendes Gespräch führe.

Die IG hat auch die beiden Fernsehmagazine „Quer“ und „Akte“ über die Vorgänge in Petersdorf informiert, heißt es in dem Schreiben an den Ministerpräsidenten.

Unterdessen hat die Regierung von Schwaben ihren Vorschlag zur Sprengeländerungen an die Beschlüsse der beteiligten Kommunen und Schulverbände angepasst. Das offizielle ergänzende Anhörungsverfahren läuft mit Rücksicht auf die Osterferien noch bis 4. Mai.

Von Verena Golling



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Veröffentlicht am 14.04.2011 17:28 Uhr




 

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