Fußball    

FCP-Test gegen Landsberg: Erfolgserlebnis nötig

Pipinsried - Am morgigen Sonntag wollen sich die Regionalliga-Kicker des FC Pipinsried mit einem Erfolgserlebnis motivieren. Mit einem klaren Sieg gegen den Bayernliga-16. TSV Landsberg auf dem Gersthofen Kunstrasen (Anpfiff: 11 Uhr).


Manager Roman Plesche ist immer noch sauer über den misslungenen Auftritt am vergangenen Dienstag beim Bayernliga-Primus SV Heimstetten, bei dem das Team mit 0:4 (0:0) baden ging.
"Testspiele soll man nicht überbewerten, ein 0:2 kann schon mal passieren", erklärt der Allgäuer, "aber ein 0:4 geht gar nicht." Am Schluss sei die Mannschaft regelrecht "zusammengebrochen".
"Ohne Fabian (Hürzeler/Anm. d. Red.) und Kasim (Rabihic/Anm. d. Red.) tat sich die Elf in der zweiten Halbzeit sehr schwer", analysiert Plesche.
Morgen will der Manager eine andere Leistung sehen. Nicht nur er, sondern auch Noch-Präsident Konrad Höß. Der Vereinsgründer, der am Dienstag seinen 77. Geburtstag feierte, wird morgen wohl das letzte Mal in offizieller Funktion am Spielfeldrand stehen. Am kommenden Freitag, 16. Februar (Vereinsheim, 19 Uhr), soll endlich die lang angekündigte Hauptversammlung des Vereins abgehalten werden, bei der Höß seine Ämter niederlegt - nicht nur als Präsident, sondern auch als Platzwart.
"Die Pflege der Anlage wird künftig von einer Fachfirma übernommen", berichtet er und wirkt dabei wehmütig. "Natürlich mache ich mir Sorgen", räumt der FCP-Zampano ein, "nicht um den Klassenerhalt - der ist zweitrangig -, sondern um die Zukunft der Anlage und des Vereins."
Am Tag seines Geburtstags (der mit dem seiner Frau Kathi zusammenfällt) trafen die beiden bei einem großen Friedberger Möbelhändler auf Gerda Hasselfeldt, die langjährige CSU-Chefin in Berlin und Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Dachau-Fürstenfeldbruck. Die 67-Jährige, die seit der letzten Bundestagswahl im politischen Ruhestand ist, war über die Vorgänge beim FCP überraschend gut informiert: Sie gratulierte dem Paar nicht nur zum gemeinsamen Wiegenfest, sondern hatte auch einen Rat parat - so berichtet es zumindest Höß: "Wenn man zurückgetreten ist, darf man sich nicht mehr einmischen." So habe es die frühere Berufspolitikerin auch in den vergangenen Wochen gehalten. Höß hörte die Botschaft wohl, doch die Umsetzung fällt ihm anscheinend noch schwer.
Morgen wird er vermutlich wie gewohnt einen pointierten Kommentar zum Geschehen auf dem Plastikrasen abgeben. Nicht dabei sein werden Markus Achatz, der in Heimstetten eine Blessur erlitt, Neuzugang Attila Arkardas, der eine OP auskurieren muss, sowie Leon Dekorsy, dessen Rückenmuskulatur blockiert ist. Gilbert Diep hinkt zudem einem Trainingsrückstand hinterher. Dafür werden Kathi und Konrad Höß ein Wiedersehen mit ihrem einstigen Liebling Dominik Schön feiern, der am Lech mittlerweile eine Schlüsselrolle spielt (21 Partien, fünf Tore, sechs Assists).

Von Horst Kramer


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Veröffentlicht am 14.08.2018 03:33 Uhr




 

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