Pipinsried – So etwas erlebt man in Pipinsried nicht alle Tage: Als Schiedsrichter Ingo Müller die Partie zwischen dem FCP und dem TSV Kottern (1:1) abpfiff, standen auf der Tribüne alle Zuschauer auf und klatschten – laut, lang anhaltend und herzlich. Und das, obwohl sich die Gelb-Blauen mit einem Remis begnügen mussten. Doch die 220 Anwesenden wollten die beste Saisonleistung ihrer Elf würdigen, einer Notelf wohlgemerkt, die nie zuvor in dieser Besetzung zusammen gespielt hatte. Noch dazu gegen die Landesliga-Mannschaft der Stunde, den ungeschlagenen Tabellenführer. Die Fans hatten ein rassiges Spiel erlebt, das nur einen Sieger verdient gehabt hätte – den Dorfklub aus dem Dachauer Hinterland. Aber es gab einen zweiten Sieger: Martin Gruber, der Torwart der Oberallgäuer. Sein Trainer Stephan Wuttge bedankte sich ausdrücklich bei ihm. Marco Küntzel, Pipinsrieds Spielertrainer, bescheinigte ihm gar eine „Weltklasseleistung“.