Inchenhofen    

Kläranlage in Paar: Baubeginn verzögert sich

Inchenhofen - Die Inchenhofener ließ die Nachricht am Mittwochabend bei der Bürgerversammlung im Landgasthof "Voglbräu" relativ kalt. Bei den Nachbarn in Kühbach hingegen wird man vermutlich aufhorchen: Anders als angekündigt, verschiebt sich der Baubeginn der gemeinsamen Kläranlage in Paar wohl ins nächste Jahr. Inchenhofen kann auf die Verzögerung gelassen reagieren. In der Marktgemeinde läuft die Genehmigung der Anlage noch bis 2020, wie Bürgermeister Karl Metzger im Gespräch mit der AICHACHER ZEITUNG erklärte.


Bei der Sitzung des Kläranlagenzweckverbandes im Dezember mahnte Architekt Rupert Mayr noch zur Eile. Möglichst bald solle die Ausschreibung für die Bauarbeiten und Gewerke erfolgen, damit man im Sommer loslegen könne. Daraus wird wohl jetzt nichts mehr. Laut Bürgermeister Karl Metzger zieht sich die wasserrechtliche Genehmigung in die Länge. Der Leahader Gemeindechef rechnet damit, dass die Genehmigung wohl erst im Juli oder August eingehen wird. "Der Spatenstich wird dann wohl erst im Frühjahr 2019 erfolgen", mutmaßte Metzger.
Im Voglbräu-Saal löste die Nachricht wenig bis keine Nervosität aus. Warum auch. Leahad kann seine Kläranlage noch ohne Probleme bis 2020 betreiben, und auch dann sieht Bürgermeister Karl Metzger gute Chancen, dass die Behörden den Inchenhofenern ihr Okay für eine Fortführung des Betriebs geben.
Anders in Kühbach. Dort ist die Genehmigung schon vor acht Jahren abgelaufen. Stattdessen gibt es jährliche Wasserrechtsbescheide, die allerdings nur unter der Voraussetzung erteilt werden, dass demnächst eine neue Kläranlage errichtet wird. Für die Inbetriebnahme geplant war ursprünglich der Herbst 2019. Ob der Termin eingehalten werden kann, ist fraglich.
Metzger bereitete die rund 60 Zuhörer inklusive Gemeinderäte darauf vor, dass es mit den 3,05 Millionen für den Bau für Inchenhofen wohl nicht getan ist. "Wir müssen zusätzlich das Rückhaltebecken zurückbauen, außerdem brauchen wir neue Messeinrichtungen", erläuterte der Bürgermeister und veranschlagte für beide Maßnahmen rund 900 000 Euro. Insgesamt koste die Gemeinde die neue Kläranlage also etwa vier Millionen Euro.
Wie die Kosten verteilt werden - ob über Verbesserungsbeiträge oder über Gebühren - , darüber müsse letztendlich der Gemeinderat entscheiden.

Von Thomas Winter


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.

Veröffentlicht am 15.03.2018 23:00 Uhr




 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief