Dasing    

Sturm um Windräder

Dasing - Schwere Nachhutgefechte spielen sich derzeit im Gemeinderat Dasing beim Thema Windkraft ab. Anton Plöckl (CSU) hatte gefordert, Widerspruch gegen die längst beschlossene Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen in der Nachbargemeinde Sielenbach einzulegen. Das führte zu einem zähen Streit im Rat.


Am Ende der vorhergehenden Sitzung hatte Plöckl außerhalb der Tagesordnung beantragt, über die bereits vom Landratsamt genehmigten Windräder zwischen Dasing und Sielenbach neu zu beraten. Es gebe neue Erkenntnisse über von ihnen ausgehende Gesundheitsgefahren und Umweltbeeinträchtigungen, daher müsse Dasing alles tun, um ihren Bau doch noch zu verhindern. Obwohl Bürgermeister Erich Nagl (FWD) gewarnt hatte, das bedeute für die Verwaltung eine Menge Arbeit, bringe aber überhaupt nichts, hatte eine knappe Mehrheit dafür gestimmt, den Antrag zu behandeln.
Nun wurde klar, dass es speziell um die Konzentrationsfläche auf Sielenbacher Gebiet geht. Die beiden dort vorgesehenen Anlagen sind vom Ortsrand von Rieden 1100 bis 1200 Meter entfernt. Ein Windrad wird außerdem auf Dasinger Grund aufgestellt und wird von den östlichsten Teilen von Laimering etwa 900 Meter entfernt sein.
Plöckl sagte, durch die Sielenbacher Konzentrationsfläche werde die Planungshoheit Dasings eingeschränkt. Die Vorrangflächen seien sinnvoll gewesen, solange es noch nicht die 10H-Regel der Bayerischen Staatsregierung gegeben habe; jetzt sei die Lage aber völlig anders. Anton Thalhofer (CSU) bekräftigte, die Gemeinde brauche Klarheit, dass nicht weitere Windkraftanlagen gebaut werden könnten.
In einer schriftlichen Stellungnahme wies Sielenbachs Bürgermeister Martin Echter darauf hin, ein erfolgreicher Widerspruch würde das Gegenteil von dem bewirken, was die CSU wolle: Es würde ein rechtsfreier Raum entstehen. Denn durch die Konzentrationsflächen seien andere Grundstücke, die für Windkraftnutzung geeignet seien, ausgeschlossen. Mehr Windräder als die beiden genehmigten könnten derzeit nicht gebaut werden; das sei dann aber nicht mehr gegeben.
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Veröffentlicht am 02.09.2015 23:00 Uhr




 

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