Pöttmes    

Gerüstet für die Zukunft

Pöttmes - Mit dem kirchlichen Segen wurde am gestrigen Sonntag das neue Löschfahrzeug HLF 20 der Pöttmeser Feuerwehr offiziell in Dienst gestellt. Auf dem neuesten Stand der Technik befindlich, ist die 472 000 Euro teure Anschaffung eine Investition für die Zukunft, waren sich alle Festredner einig.

feuerwehrauto-pöttmes

Als sich die Pöttmeser Feuerwehr im Januar 2017 Gedanken über ihre künftige Ausstattung machte, war man sich einig, dass die vorhandenen Gerätschaften veraltet sind und mit dem Wachstum der Gemeinde und neuen Ansiedelungen wie der Praxis für Nuklearmedizin und einem kunststoffverarbeitenden Betrieb nicht Schritt gehalten haben. Im Oktober 2017 kam es schließlich zur Bestellung und aufgrund der Dringlichkeit - ein Pöttmeser Feuerwehrauto war wegen Unfall-Totalschaden ausgefallen - erfolgte schon am 13. Juni die Auslieferung.
Im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst erfolgte gestern unter Anwesenheit der Kreisfeuerwehrführung und zahlreicher politischer Vertreter vor dem Rathaus nun die Segnung. Der breiten Bevölkerung werden die Möglichkeiten der Neuanschaffung am 16. September von 13 bis 16.30 Uhr mit Vorführungen demonstriert. Bürgermeister Franz Schindele dankte seinem Gemeinderat für die rasche Entscheidung und sieht den nördlichen Landkreis mit technisch zeitgemäßer Ausstattung bestens aufgestellt. Ausgewählt und speziell auf Pöttmeser Bedürfnisse zugeschnitten sei die Ausstattung, betonte Anton Hartwig schon im Vorfeld. Er erhielt für seine fachkundige Unterstützung ein besonderes Lob von Kommandant Richard Hammerl, der sich auf die Erwähnung des eingebauten Navigationsgerätes, der Rettungskarte und des fest installierten Generators beschränkte. Sich mit dem neuen Arbeitsgerät vertraut zu machen, sei nun Aufgabe und Herausforderung für seine Mannschaft gleichermaßen. Kreisbrandrat Christian Happach, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko und Landratsstellvertreter Manfred Losinger beglückwünschten in ihren Grußworten die Marktgemeinde und deren Brandschützer zum erworbenen Gerät. Die 119 000 Euro Zuschuss der Regierung von Schwaben und die 59 000 Euro des Landkreises seien gut angelegt. Während Tomaschko das Ehrenamt betonte und anführte, dass statistisch alle zweieinhalb Minuten eine Feuerwehr alarmiert werde, sah Losinger die Zukunft ein Stück sicherer. "Wer hätte gedacht, dass es in unserem Landkreis mal ein Zugunglück oder einen Tornado geben würde?", erinnerte er an kürzliche schlimme Ereignisse. Mit einer an Kommandant Hammerl übergebenen Christophorus-Medaille wünschte Losinger beständig sichere Fahrt.
"Die Feuerwehr kann immer Wasser gebrauchen", meinte Pfarrer Thomas Rein, als er im Anschluss an das Segensgebet mit Weihwasser nicht sparte und auch die anwesenden Brandschützer ausgiebig damit bedachte. Bei einer anschließenden Brotzeit im Kultursaal bot sich die Möglichkeit, die Einsatzfähigkeit des neuen Pöttmeser Feuerwehrautos eingehend zu besprechen.

Von Willi Wagner


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Veröffentlicht am 04.11.2018 22:00 Uhr




 

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