Pöttmes    

Eichenprozessionsspinner: Mandlachsee teilweise gesperrt

Pöttmes (cal) Hunderte von Bäumen im Gemeindebereich Pöttmes sind vom Eichenprozessionsspinner befallen, wie Bürgermeister Franz Schindele mitteilt. Teile des Mandlachsees wurden deshalb am Wochenende nach Absprache mit der Polizei gesperrt. An den bedenklichen Stellen wurden inzwischen vom Bauhof Warnhinweise angebracht.

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Schon im vergangenen Jahr war das hochgradig allergieauslösende Tier aufgetreten. Auch heuer wurde bereits wieder eine Firma mit der Bekämpfung beauftragt. Die Larven können dadurch abgetötet werden, dass die Bäume gespritzt werden. Die Larven sterben durch das Fressen der Blätter. Wobei keine Chemiekeule verwendet wird, stattdessen kommt ein Ölgemisch zum Einsatz, das von unten in die Bäume gesprüht wird. Später im Jahr können die Raupen - meist nicht flächendeckend, aber an einzelnen Bäumen - nur noch abgesaugt werden.
Die Härchen der Tiere, etwa 70 000 pro Exemplar, enthalten ein Enzym, das giftig ist für Menschen. Wenn sich die Tiere in ihren Gespinsten verpuppen, verlieren sie ihre Haare. Menschen erleiden davon unter Umständen Ausschläge mit und ohne Bläschen sowie Atemnot. Befallene Bäume sollten deshalb gemieden werden, wer dennoch mit Härchen in Kontakt gekommen ist, sollte sich mit Seife gründlich waschen und die Kleidung ebenfalls reinigen, wie das Umweltbundesamt mitteilt.
Die Raupen schlüpfen ab April aus den Eiern. Erst im dritten Entwicklungsstadium, ab Mitte Mai, wachsen die ersten Brennhärchen, nach dem sechsten Entwicklungsstadium beginnt die Verpuppung. Meistens werden die Härchen erst nach dem Schlüpfen der Falter (Juli bis September) ein Problem, wenn sie vom Wind aus den Gespinsten geweht werden. Davor ist nur der direkte Kontakt mit einer Raupe Auslöser für Hautreaktionen. Die schlechte Nachricht: Weibchen legen ihre Eier bevorzugt ganz in der Nähe ihres Geburtsorts ab.


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Veröffentlicht am 17.09.2018 23:00 Uhr




 

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