Leichtathletik    

Dreikönigslauf: Hillebrand ist der große Favorit

Aichach - Am Samstag veranstaltet der LC Aichach seinen traditionellen Dreikönigslauf für Erwachsene und Kinder - schon zum 35. Mal. Heuer wieder mit vielen namhaften Läuferinnen und Läufern, einem großen Favoriten und einem Teamwettbewerb, der spannend zu werden verspricht.

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Der prominenteste Teilnehmer bisher ist zweifelsohne der Luttenwanger Johannes Hillebrand (LG Stadtwerke München). Der 38-Jährige ist ein mehrfacher bayerischer Meister, in dem nach wie vor das Wettkampffeuer brennt. Vor einem Jahr gewann er erstmals in seiner langen Karriere die renommierte Ismaninger Winterlaufserie, heuer will er den Erfolg wiederholen. Hierzulande ist Hillebrand durch seine zahlreichen Auftritte in Augsburg oder Gersthofen bestens bekannt. Zu Silvester gewann er überlegen den Kemptener Silvesterlauf. Er könnte morgen auf einen alten Freund und Rivalen treffen, den ein Jahr älteren Sebastian Hallmann, der im Vorjahr den Dreikönigslauf gewann - als Kopf der Urban Runners Munich. Bei einem Zweikampf der beiden Recken wäre der Ausgang völlig offen. Doch Hallmann hat sich bis dato nicht zu einer Teilnahme geäußert - er fungiert nicht mehr als Coach der Münchner (zu der Gruppe unten mehr).
Hinter Hillebrand ist die Konkurrenz groß: Der Adelzhausener Benjamin Dillitz könnte seinen Höhenflug des vergangenen Jahres durch eine gute Leistung beim Dreikönigslauf krönen. Sofern sich ihm nicht der Sieger von 2016, der Pfaffenhofener Florian Pasztor, in den Weg stellt - der junge Familienvater wird sich wohl erst heute entscheiden, ob er mitmachen wird oder nicht. Fest eingeplant hat hingegen Thomas Mittag (TSV Jetzendorf) seine Teilnahme - der lange Ilmtaler stand schon mehrfach auf dem Dreikönigslauf- und Stadtlauf-Treppchen.
Der LC Aichach wird mit den meisten seiner Cracks vor Ort sein, nur Georg Steinherr wird dem Vernehmen nach aus beruflichen Gründen fehlen. Michael Harlacher stellte sein Kommen zumindest in Aussicht. Auch das Abschneiden des Ex-LCAlers Hubert Beck wird interessant sein.
Bei den Frauen war gestern noch keine große Favoritin in Sicht, nachdem die bayerische 10 000-Meter-Meisterin von 2015, Monika Rausch, kurzfristig abgesagt hatte. So könnte es gut sein, dass Lokalmatadorin Kathrin Wörle am Ende ganz oben steht. Den Sieg streitig machen könnte ihr die Paartalcup-Siegerin 2017, die Koppenbacherin Roswitha Ruf. Vor drei Wochen in Hilgertshausen gewann Wörle indes klar. Ebenfalls Siegeschancen hat die 31-jährige Cathrin Möller (LG Stadtwerke München), die eine 5000-Meter-Bestzeit von 20:30 Minuten in den Büchern stehen hat. Doch auch hier kann sich durch Nachmeldungen noch einiges in Bewegung kommen. Agnes Hartl wird wieder am Mikrofon zu hören sein.
Ein Höhepunkt des diesjährigen Dreikönigslaufs wird der Teamwettbewerb werden.
Der Grund: Gleich mehrere Teams haben Interesse am Mannschaftstitel angemeldet. Zu allererst die Urban Runners Munich, die in den vergangenen beiden Jahren mit jeweils mehr als 30 Aktiven von der Isar an die Paar reisten. Zum Jahresende hatten 23 Mitglieder der losen Gruppe Interesse am "wunderbaren Aichacher Dreikönigslauf" (Zitat auf deren Facebook-Seite) gezeigt. Wie berichtet, will eine Best-of-Landsberg-Mannschaft dagegenhalten. Dazu sind die SG Indersdorf und der MTV Pfaffenhofen mit großen Gesandschaften vertreten.
Und wo bleiben die Mannschaften aus dem Wittelsbacher Land? Zumindest das Juzo-Team zeigt mit zehn Sportlerinnen und Sportlern Flagge, ebenso Claudias Lauftreff mit mindestens einem Dutzend Ausdauer-Enthusiasten.
Am gestrigen Donnerstag Vormittag hatten sich rund 150 Aktive angemeldet, darunter 15 Kinder für den 1200-Meter-Schülerlauf, der Rest will die 8,2 Kilometer angehen.
Josef Lechner, der Vorsitzende des LC Aichach, ist sich sicher, dass am Samstag um 10 Uhr deutlich mehr Teilnehmer am Start des Hauptlaufs stehen werden. "Erfahrungsgemäß warten viele Läufer ab, wie das Wetter am Veranstaltungstag ab, und melden dann nach." Die Wetterprognosen für morgen zeigen Sonnenschein und Wolken, aber keinen Regen an. So stehen die Chancen gut, dass die Zahl des vergangenen Jahres (210) übertroffen wird. Ob der Rekord von 2016 (330) wackelt, scheint jedoch eher zweifelhaft. Bei den Frauen scheint der Ausgang offen

Von Horst Kramer


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Veröffentlicht am 05.01.2018 00:02 Uhr




 

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