Fußball    

Direkter Vergleich macht Sielenbach zum Absteiger aus der Kreisklasse

Aichach - Die Zuschauer auf dem schönsten Sportheimbalkon der Region bekommen in der nächsten Saison nur noch A-Klassen--Fußball serviert. Durch das 1:3 gegen Affings Reserve ist der TSV Sielenbach in der Kreisklasse Aichach auf den letzten Platz zurückgefallen und muss absteigen. Der FCA 2 war durch den Sieg aus dem Schneider. Die Wanderfreunde haben zwar das deutlich schlechtere Torverhältnis als Sielenbach, aber den besseren direkten Vergleich (4:2, 3:1), weshalb sie sich trotz des 2:5 gegen Mühlried in die Relegation retteten. In der trifft Klingen am nächsten Sonntag in Kühbach auf den TSV Weilach. In Sicherheit gebracht hat sich der SV Ried, vor dem finalen Durchgang noch Schlusslicht, durch das 4:1 in Oberbernbach.

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TSV Sielenbach - FC Affing 1:3: Angesichts ihrer sehr überschaubaren Vorstellung brauchen sich die Sielenbacher über den Direktabstieg nicht zu wundern. Die Affinger Reserve, die aus dem erweiterten Kader der "Ersten" nur Verteidiger Alex Fresser dabei hatte, war die deutlich bessere Mannschaft und hätte noch weit höher gewinnen müssen, wenn sie mit ihren Chancen nicht so schlampig umgegangen wäre. Der Gastgeber hatte im ersten Abschnitt nur eine verheißungsvolle Aktion, als Martin Lechner mit einem satten 20-m-Freistoß an Florian Fleischmann scheiterte (18.). Da lag der TSV schon 0:1 hinten: Florian Hirsch spielte nach einem weiten Ball von Martin Meier auf dem Weg zur Führung auch noch Schlussmann Michael Kettner aus (15.). Kapitän Sebastian Ströhl erhöhte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze auf 2:0 (24.). Dass die Sielenbacher nicht schon aussichtslos zurücklagen, hatten sie Robert Haug und Michael Kettner zu verdanken, die gegen Hirsch (30.) und Daniel Dodaro (32.) weiteres Unheil verhinderten. Nachdem Timo Schubach für den FCA einen weiteren Hochkaräter ausgelassen hatte, schöpfte der TSV in der 57. Minute noch einmal Hoffnung: Elias Stockinger lenkte einen Versuch Georg Schweigers zum 1:2 ins eigene Netz. Die Heimischen setzten jetzt alles auf eine Karte. Nach den Ergebnissen auf den anderen Plätzen hätten sie unbedingt gewinnen müssen, um nicht abzusteigen. Aber davon waren sie weit entfernt. Immer wieder lief der TSV in Affinger Konter. Wie der Gast diese vergeigte, war kaum zu fassen. Das 1:3 war dann aber noch einmal aller Ehren wert: Von der rechten Strafraumkante schoss Hirsch den Ball wunderbar in den linken Winkel (77.) - das war's für Sielenbach. - Tore: 0:1 Hirsch (15.), 0:2 Ströhl (24.), 1:2 Stockinger (Eigentor/57.), 1:3 Hirsch (77.). Zuschauer: 150.
WK Klingen - SC Mühlried 2:5: Von Beginn an sahen sich die Klingener gegen stark aufspielende Mühlrieder in die Defensive gedrängt. Bereits nach zwölf Minuten klingelte es zum ersten Mal im Kasten von Johannes Jäger, als Mühlrieds Torjäger Marco Rechenauer einen Abpraller zum 0:1 verwertete. Nachdem Andreas Jäger an SCM-Keeper Erik Bichler gescheitert war (32.), erhöhte Stefan Jocham im Gegenzug auf 2:0 (34.). Doch Klingen gab sich noch lange nicht geschlagen, verkürzte nur eine Zeigerumdrehung später durch Andreas Jäger auf 1:2 und hatte kurz vor dem Pausenpfiff (44.) sogar das 2:2 auf dem Fuß, doch Christoph Knopp drosch den Ball aus kurzer Distanz drüber. Was für eine Chance. Dennoch blieb die Hoffnung auf die Wende bestehen. Die aber blieb aus, Mühlried gab auch in Abschnitt zwei den Ton an und baute den Vorsprung durch Marco Rechenauer (60.) sowie einen von Tobias Stephan an Stefan Jocham verschuldeten Foulelfmeter (73.) auf 4:1 aus. Nach Ecke von Jonas Altmann verkürzte Frank Lasnig zwar auf 2:4 (78.), doch den Schlusspunkt setzte wiederum Stefan Jocham, als er einen Pass von Marco Rechenauer zum 2:5-Endstand über die Linie drückte (82.). Trotz dieser Niederlage hat Klingen zumindest die Relegation geschafft und spielt nächsten Sonntag in Kühbach gegen den Zweiten der A-Klasse, TSV Weilach, um den Verbleib in der Kreisklasse. - Tore: 0:1 Rechenauer (12.), 0:2 Jocham (34.), 1:2 Jäger (35.), 1:3 Rechenauer (60.), 1:4 Stephan (73./Foulelfmeter), 2:4 Lasnig (78.), 2:5 Jocham (82.). Zuschauer: 100.
SC Oberbernbach - SV Ried 1:4: Die Rieder haben es geschafft und sich mit dem etwas überraschenden 4:1-Sieg beim SC Oberbernbach, der gegenüber dem 5:0-Erfolg vor einer Woche in Inchenhofen kaum wiederzuerkennen war, auf den letzten Drücker in Sicherheit gebracht. Während die Gäste ihr letztes Hemd gaben, aufopferungsvoll kämpften und rannten, wohlwissend, dass der direkte Abstieg drohte, merkte man den Oberbernbachern an, dass die Luft raus war unter eine strapaziöse Saison. Dabei begann die Partie für den SCO mit dem frühen 1:0 (12.) durch Martin Miesl eigentlich wunschgemäß. Ein Doppelschlag binnen zwei Minuten durch Michael Kieser (18.) und Spielertrainer Dominik Koch (20.) brachte die Gastgeber aber noch vor der Pause ins Hintertreffen. Als Fadel Afoda fünf Minuten nach dem Wechsel wegen eines Revanchefouls mit "Rot" runter musste, schwanden die Chancen der Schützlinge von Spielertrainer Aydin Güner auf die Wende angesichts der schwülen Temperaturen zusehends dahin. Mit dem zweiten Treffer von Dominik Koch zum 1:3 Mitte der zweiten Halbzeit (68.) war die Vorentscheidung gefallen. Nur drei Minuten später schloss Daniel Holzmann einen Konter mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:4 ab. Der junge Oberbernbacher Samuel Peters machte zwar noch einmal mit einem Schuss an den Innenpfosten auf sich aufmerksam (78.), am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr. Ried bleibt der Kreisklasse auch nächste Saison erhalten. - Tore: 1:0 Miesl (16.), 1:1 Kieser (18.), 1:2, 1:3 Koch (20., 68.), 1:4 Holzmann (71.). Zuschauer: 90.
TSV Kühbach - TSV Inchenhofen 1:3: Kühbachs Pressemann Karl-Heinz Kerscher sprach von einem "Sommerkick", den Leahad angesichts seiner Chancen höher hätte gewinnen können. Dominik Bichler erzielte mit einem Schuss ins rechte untere Eck das 0:1 (17.), für die weiteren Treffer der Gäste war Elias Landsbeck zuständig. Zum 0:2 (52.) leistete Lukas Lohner saubere Vorarbeit, beim 0:3 (61.) ließ Landsbeck die Kühbacher Abwehr ganz alt ausschauen. Christian Held hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (31.). Der Freistoß des Linksfußes aus halbrechter Position schlug unhaltbar für Julian Bichler im rechten Winkel ein. - Tore: 0:1 Bichler (17.), 1:1 Held (31.), 1:2 Landsbeck (52.), 1:3 Landsbeck (61.). Zuschauer: 150.
DJK Stotzard - BC Aresing 2:6: "Die erste Halbzeit war von uns nicht schlecht, aber in der zweiten haben wir katastrophale Rückpässe gespielt. Meine Mannschaft hat am Samstag anscheinend zu genau den Deutschen zugeschaut", meinte DJK-Fußballchef Hans-Peter März. Kurios kam das 0:3 zustande, als Torhüter Johannes Kistler Simon Zach den Ball beim Einwurf auf die Brust warf, worauf Zach noch ein paar Schritte lief und einschob (67.). - Tore: 0:1 Kutscherauer (15.), 0:2 Zeitlmair (45.), 0:3 Zach (67.), 0:4 Zach (72.), 0:5 Höß (77.), 1:5 Schwegler (79.), 2:5 Braun (84.), 2:6 Höß (90.+1). Zuschauer: 100. Gelb-rote Karte: Higl (Stotzard/90.+1).
TSV Friedberg - FC Gundelsdorf 5:1: Auch am letzten Spieltag der Kreisklasse lief die Tormaschinerie von Meister und Aufsteiger Friedberg wie geschmiert, auch wenn die Gundelsdorfer bis zum Seitenwechsel noch gut dagegen hielten und nur 1:2 hinten lagen. Valentin Enderle hatte die Mannen von Trainer Ali Dabestani mit 1:0 in Führung gebracht (26.), die Christopher Näder zehn Minuten später ausglich. Doch nur zwei Zeigerumdrehungen später stellte wiederum Valentin Enderle mit seinem zweiten Treffer den 2:1-Pausenstand her. Nach der Halbzeit stemmten sich die Gundelsdorfer lange Zeit erfolgreich den ständigen Angriffen der Friedberger entgegen, bis Florian Haug mit dem 3:1 (73.) die Vorentscheidung herbei führte. Wiederum der gestern überragende Valentin Enderle baute den Vorsprung kurz darauf (75.) auf 4:1 aus, ehe Vedad Salihovic Treffer Nummer fünf nachlegte und damit den Endstand besorgte. - Tore: 1:0 Enderle (26.), 1:1 Näder (39.), 2:1 Enderle (41.), 3:1 Haug (73.), 4:1 Enderle (75.), 5:1 Salihovic (81.). Zuschauer: 120.
DJK Gebenhofen - TSV Dasing 1:0: "Dasing war in Abschnitt eins zwar die etwas bessere Mannschaft, aber nennenswerte Chancen gab es hüben wie drüben kaum", betonte Gebenhofens Pressewart Siegfried Haas. "Doch nach dem torlosen Pausenstand hatten wir wesentlich mehr Ballbesitz und haben uns deshalb den knappen Sieg auch verdient", ergänzte Haas. Der Siegtreffer fiel nach 62 Minuten, als Torjäger Philip Bachmeir eine Ecke von Thomas Schaich per Kopf versenkte. Kurz vor Schluss hätte Moritz Piller sogar noch auf 2:0 erhöhen können, sein Schuss aus 16 Metern strich aber haarscharf am langen Pfosten vorbei. "Den knappen Sieg nehmen wir trotzdem gerne mit", sagte Haas. - Tor: 1:0 Bachmeir (62.). Zuschauer: 60.

Von Karl Böck


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Veröffentlicht am 03.06.2018 20:51 Uhr




 

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