Basketball    

Basketball:Dwaliawili glaubt an den Aufstieg

Aichach - Konstantin Dwaliawili ist optimistisch. "Es schaut gut aus", sagt der Abteilungsleiter und Flügelspieler der Aichacher Basketballer vor dem Start der Rückrunde in der Bezirksliga. Dwaliawili meint damit das erste Spiel 2018 in eigener Halle (Sonntag, 18 Uhr) gegen den TSV Wemding und die zweite Saisonhälfte überhaupt.

dwalia

Nachdem sie in der vergangenen Spielzeit gescheitert sind, haben die TSV-Korbjäger erneut die Rückkehr in die Bezirksoberliga als Ziel ausgegeben. Seit es in Schwaben nur noch eine Bezirksliga gibt, steigen die ersten zwei auf. Nach der Hinserie ist das Team von Trainer Marius Stancu Zweiter. Letztlich wird es für die Paarstädter in den restlichen acht Begegnungen auch nur darum gehen, Rang zwei zu behaupten. "Meister", da macht sich Dwaliawili nichts vor, "wird Sonthofen. Das ist die beste Mannschaft, die wird nichts mehr verlieren." Wieder sorgt ein Aufsteiger aus dem Oberallgäu für Furore. Was in der letzten Saison die SG Heising-Kottern war, ist in der aktuellen der TSV Sonthofen. Basketball hat in der südlichsten Stadt der Republik, anders als in Aichach, eine große Tradition. Gefördert wurde er vor allem durch Helmut Volk, den Mathematik- und Sportlehrer am Gymnasium.
Mit dem Tabellenführer haben die Aichacher noch eine Verabredung am 11. Februar in Aichach Nord, und die sollten sie, wenn's irgendwie geht, erfolgreich abschließen auf dem Weg zur Vize-Meisterschaft.
In Sonthofen haben die Aichacher ihre letzte Niederlage kassiert (78:95). Vorher hatten sie schon die ersten zwei Spiele in Wemding (64:79) und gegen den TV Augsburg 2 (55:72) in den Sand gesetzt. Wesentlich verantwortlich für den verpatzten Start sei der Verzicht auf Henoch Nya-Ekombo gewesen, erklärt Dwaliawili, "vor allem Henochs Bissigkeit in der Defensive hat uns gefehlt. Er ist für uns unersetzlich." Der Kongolese musste am Knie operiert werden.
Mit Nya-Ekombo kam auch der Erfolg zurück. Die Stancu-Auswahl reüssierte fünfmal hintereinander. Dwaliawili durfte endlich wieder am Flügel spielen, wo er sich in der Offensive am liebsten aufhält, und musste nicht mehr, wie er selbst sagt, in der Rolle des Spielmachers "viel Energie verpulvern". Das Spiel gestaltete jetzt wieder Nya-Ekombo.
Dwaliawili avancierte zum neuntbesten Punktesammler der Liga (17,1 im Schnitt), knapp hinter seinem Mannschaftskollegen Alex Eberlein (17,4). Bei den Dreiern (Schnitt 2,4), seiner Spezialität, ist der Elektro-Techniker Dritter hinter den Königsbrunnern Sebastian Engelmann (3,2) und Marco Franken (3,0).
Um das Comeback in der BOL Wirklichkeit werden zu lassen, kommt es für Dwaliawili zunächst auf eines an: "Wir dürfen gegen keine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte verlieren."
Erst einmal muss der TSV aber jene Widersacher in die Schranken weisen, die für die verheerende Auftakttrilogie verantwortlich waren. Das Spiel gegen Wemding sei da schon "sehr entscheidend", bedeutet der 29-Jährige. Die aus der BOL abgestiegenen Rieser sind für ihn der größte Rivale im Wettbewerb um Platz zwei.
Dwaliawili wähnt sein Team in guter Verfassung. In den Weihnachtsferien lief das Training weiter. Um mehr Zuschauer in die Dreifachhalle der Grundschule Nord zu locken, wollen die Basketballer künftig Werbung in eigener Sache betreiben, Plakate kleben und Flyer verteilen. Bisher fristet die Abteilung in der Paarstadt ein tristes Schattendasein. Wer schaut schon zu außer ein paar Angehörige der Spieler. Dwaliawili blickt neidisch nach Schrobenhausen. "Aber das ist halt auch eine Basketball-Hochburg." Am dürftigen Publikumszuspruch, räumt er ein, hätten auch die Termine am späten Sonntagnachmittag ihren Anteil. "Aber wir müssen uns halt danach richten, wann wir die Halle bekommen." Mit Plakat und Flyer Werbung betreiben

Von Heribert Oberhauser


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.

Veröffentlicht am 11.01.2018 21:11 Uhr




 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief