Aichach    

Zugunglück: Sprechverbot für Fahrdienstleiter

Nach dem schweren Zugunglück herrscht gespenstische Ruhe rund um den Unglücksort, an dem am Montagabend zwei Menschen ums Leben kamen. Als Ursache wird menschliches Versagen vermutet. Der 24-jährige Fahrdienstleiter, dem möglicherweise ein folgenschwerer Fehler unterlaufen ist, wurde festgenommen, angesichts nicht vorhandener Fluchtgefahr aber wieder frei gelassen.


Einer seiner Kollegen steht am Mittwoch kurz vor Mittag an seinem Arbeitsplatz direkt am Aichacher Bahnsteig. Am Morgen ist der Betrieb auf der Paartalbahn wieder aufgenommen worden. Mit der Zeitung darf er nicht sprechen, der junge Mann verweist an die Pressestelle: "Anweisung von oben." Auch ein Mitarbeiter der DB Sicherheit ist vor Ort, weil es beim inzwischen wieder laufenden Zugverkehr noch zu kleineren Verspätungen kommt, erklärt er. Er steht neben dem Fahrdienstleiter und darf ebenfalls nicht mehr sagen.
Der Fahrdienstleiter an diesem Tag ist ohnehin nicht gut zu sprechen auf die Medien: "Was da zu lesen war, ist eine Frechheit. Die Reporter sollten sich erst einmal informieren, bevor sie einfach was schreiben." Sein Groll richtet sich vor allem gegen eine große Boulevard-Zeitung, die in ihrer Dienstagsausgabe auf einer Seite groß über den Unfall in Aichach berichtete.
Die Verkäuferin im Bahnhofscafé sagt, es sei wieder Normalität eingekehrt rund um den Bahnhof. Dass weniger los ist als sonst, führt sie darauf zurück, dass die Leute nicht wüssten, ob die Züge wieder normal führen.

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Veröffentlicht am 29.08.2018 23:00 Uhr




 

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